Die Schwerkraft

Jemand, der noch nie mit einer Rakete geflogen ist, wird sich nicht annähernd vorstellen können, mit welchen Kräften unser Heimatplant, unsere über alles geschätzte, aber täglich von allen misshandelte Erde, uns zurückzuhalten versucht.

Leider waren die rumänischen Sicherheitsgurte alles andere als stabil. Die 6 G, die an uns zerrten, hielten sie nicht aus. Daher rissen die Gurte wie Bindfäden und wir fanden uns an den Wänden der Rakete wieder. Außerdem habe ich offenbar den Steigwinkel zu flach berechnet, denn irgendwie dauert der Start viel zu lange an, noch immer sind wir nicht im Orbit angekommen. Die Crew macht schon dumme Witze. Sonnenschein bot der Runde „Orbit – ohne Zucker“ an. Sehr witzig. Ich versuchte grimmig zu lächeln, keine Ahnung, ob sie das verstanden hat. Passepartout jammert immer noch um seinen Steiß, dabei kann ich mir fast nicht vorstellen, dass die Wand der Rakete, an die er nun gepresst wird, wesentlich härter ist als der rumänische Pilotensitz. Und Lilith beschwert sich, ihre Blase drücke so. Das hat sie nun mal davon, wenn sie vor kurz dem Start noch 10 Liter Bier und vier Kannen kubanischen Orangensaft trinken muss.

Wann wird dieses Gemaule ein Ende haben? Nur Pocket ist glücklich, seine froh gestimmten Fangesänge dauern an. Wir müssen doch schon bald in eine Zone der Schwerelosigkeit geraten, oder habe ich mich so vertan?

Mit aller Gewalt werden unsere Körper an die Wände unseres Fahrgastraums gedrückt. Liliths Sonnenschirm, der sie vor der ungebremsten UV-Strahlung im All bewahren soll, klebt wie von alleine an der Wand!

45 Gedanken zu “Die Schwerkraft

  1. Jetzt gehts loo-hoos!
    Duu-hoo Tottee? Ich glaube wir fliegen auf die Sonne zu. Immer schneller… guck ma wie groo-hooß die schon ist?

    Sonne liebe Sonne
    komm ein bißchen runter
    laß den Regen oben
    dann wollen wir dich loo-hoo-ben…*träller, schmetter*

    Hihi, Jetzt gehts aber richtig los!

          1. Gut, dann hilft es nichts, dann werde wir das jetzt essen müssen. Das muss schließlich weg und da ich so erzogen worden bin, keine Lebensmittel wegzuschmeißen …
            Übrigens kannst Du Dich bitte eben von der Handbremse erheben.

          2. Das war die Handbremse?…dachte es sei Passepartouts Strickliesel gewesen.
            Sonnenschein ist ein Frischkäsejunkie,hat die tollsten Rezepte auf Lager.
            Hey,Sonnenschein….mach uns mal was zu futtern!

      1. Aber sicher, Frau Oberschwester.

        Das irre Völkchen, wie Sie es nennen, ist zugegebenermaßen nicht in der Lage, mich als Person von Fleisch und Blut wahrzunehmen.

        Jedoch gelingt es mir offenbar, in seine Gedanken einzudringen. Ich bin ein wenig wie das schlechte Gewissen, welches einen überall hin verfolgt.

        Dies mag auch die Ursache für Ihre nebulösen Erfahrungen zu sein.

        *unauffällig jegliche Farbe verlier*

        1. Könnten Sie denen dann auch Botschaften übermitteln?
          Das wäre sehr praktisch. Weil die da so unschicklich herumliegen.

          Ist es wirklich eine angenehme Erfahrung in die Gedanken der Menschen vorzudringen? Ich glaube dort möchte ich nicht hin. Ich würde Sachen sehen, die mir nicht gefallen würden.

          Stimmt, Sie sind ein wenig blass.

          1. Sie wirken alle ein wenig entrückt. Gut möglich, daß in diesem Falle selbst ein schlechtes Gewissen nichts ausrichten könnte.

            Also ich klopfe ja immer höflich an, gebe meine Botschaft ab und verschwinde wieder bevor die Menschen sich noch groß etwas dabei denken können.

          2. Ja, ich glaube in ihrem Zustand kommt nicht viel an.

            Wenn es klopft, dann kommt das Gewissen?
            Mit einer Botschaft? Das ist ein gutes Konzept.
            Aber wenn die Menschen nicht denken, was hilft die Botschaft?

          3. Sie sickert erst langsam durch.

            Mitunter glauben die Betroffenen im ersten Moment, sie hätten schlechte Zähne. Ein bedauerlicher Nebeneffekt, welcher von mir so natürlich nicht gewollt ist.

  2. Sollte es zu einer, durch giftige Gase ausgelösten, Ohnmacht kommen, empfehle ich das öffnen eines Fensters. Dazu kann man auch Passpartout benutzen, mit dem man dieses sogleich verschließen kann.
    Wenn es kein Fenster gibt, einfach nur ruhig herumliegen bis zur Landung.
    Herr Pocket erscheint mir ein wenig aufgeregt, wer hat sich seine Valiumdosis unter den Nagel gerissen?

          1. Wenn also Speed im Spiel ist, brauchen wir dringend eine Bremse. Lilith, her mit dem Valium.
            Machen wir mal bei Pocket so eine kleine up-and-down Behandlung.
            Nein, Pocket nicht rein-und-raus, das hast Du völlig falsch verstanden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s