Der Doc als Rocker, nein, als Kind, nein, doch als Rocker

Regelmäßige und vor allem langjährige Leser meines pulitzerpreisverdächtigen Blogs (den Preis kann ich natürlich nicht bekommen, alldieweil ich kein Amerikaner nicht bin) wissen natürlich, dass ich qua Geburt ein Vollblutrocker ersten Grades bin. Daher wunderte es mich umso mehr, dass mein Ulmer Cousin 57. Grades sich anno dazumal weigerte, mir, einem Vollmitglied der besonders berüchtigten westfriesischen Hells Angels, seinen heißen Ofen zur Verfügung zu stellen:

Eine Unverschämtheit sondergleichen, wie ich meine. Ja, geradezu ein Affront allen Rockerbanden dieser Welt gegenüber. Als ich dieses höchst demütigende Ereignis in meinem Chapter erzählt habe, waren alle mit mir einer Meinung. Und wenn dieser Cousin jemals in unserem Clubhaus im Kindergarten am Isenberg aufgetaucht wäre, dann hätten wir den aber alle mit Nopper und Bauklötzen beworfen, das kann ich Euch sagen!

Ist doch wahr!

PS: Ihr hättet mich mal damals in Lederchaps sehen sollen …

34 Gedanken zu “Der Doc als Rocker, nein, als Kind, nein, doch als Rocker

  1. Dein Beitrag erinnert mich in schöner Weise an meine eigenen Früherlebnisse mit den „Rockerbanden!“
    Einst – so im Alter von 5-6 Jahren- sympathierte ich auch mit dem damals in meiner Wohngegend existierenden Rockerclub „Mc Schuttloch“ und war vorerst nur so eine Art „Hangeround“ ohne eigenes Moped.
    Aber mit der Zeit wurde ich „Prospect“ bei denen, bekam die ersten Spielkarten, die ich dann mittels Wäscheklammern hinten am Rad zwischen die Speichen klemmte und dadurch einen richtig „geilen“ Sound erzeugte.

    Wie man klar erkennen kann, trug ich auch damals schon die Lederkluft, allerdings noch ohne Kutte, denn ich war ja noch kein „Vollmember“ geworden.
    Das kam erst später, als die Spielkarten dicker und die Wäscheklammern grösser wurden.
    Du siehst, lieber Doc, wir haben doch viel gemeinsam! *gg

    1. Spielkarten? SPIELKARTEN? und ihr wollt echte Rocker sein?
      Die Rocker in unseren Breiten haben sich kleine Kinder aus der Nachbarschaft an die Speichen getuckert. Das waren Rocker!

      lg
      albert
      (der sich noch gut an die Speichenzeit erinnert…)

      1. Jetzt, wo du es sagst! Ich kann mich auch noch erinnern!

        Ich gab dir mein kleines Taschenmesser, das damals schon ein Klingenlänge von mindestens 1,6cm hatte und du hast mir ein Päckchen Bazookas gegeben, die so unheimlich brutale Abziehbilder inne hatten! Ich war damals neidisch auf dein „Abziehbild-Tattoo“ mit dem furchteinflössenden Anker.
        schön, dass wir uns wieder „getroffen“ haben..;)

          1. Ja,sehr interessant. Und eigentlich hätte ich das ja wissen müssen,aber soweit ich mich erinnere,haben wir das in der Berufschule nicht durchgenommen,oder ich hab das schlichtweg vergessen.
            Aber in meiner Zeit und die meiner Mutter wurden keine Farbfotos gemacht.Das erste glaube ich,da war ich 4. Naja,im Osten lebten wir hinterm Mond.

          2. Bei uns kann der massive Wechsel auch erst kurz nach meiner Geburt angefangen haben. Die frühen Fotos mit meiner vier Jahre älteren Schwester sind auch mehrheitlich schwarzweiß (wenn sie denn nicht von einem professionellen Fotografen sind).

    1. Die haben wir damals alle getragen, ich sag es Dir. Das war unser Markenzeichen, um uns von den Weicheiern von der anderen Straßenseite zu unterscheiden. Außerdem ist das kein Grinsen, sondern mein Piercing hatte sich am Helm verhakt.

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