Satan takes a holiday

Bet your life you don’t need religion.

Lemmy Kilmister

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Kunst bildet

Herr Bilwiss: Mr. Kong, möchten Sie sich mein neues Kunstwerk anschauen, das ich gestern bei Sotheby’s ersteigert habe?

Mr. Kong: Wenn Sie meinen, dass das Ihrem Karma dienlich ist, Herr Bilwiss.

Herr Bilwiss: Hier schauen Sie mal, ein echter da Vinci! Gucken Sie sich nur mal an, wie breitbeinig die Ente in dem Quadrat steht. Und der Kreis ist ganz rund! Ich hab’s extra nachgemessen.

Mr. Kong: Sie haben recht, das ist eine Ente. Mit Schnorchel und High Heels … Finden Sie nicht, dass die Flügel in Pink etwas … ungewöhnlich koloriert sind?

Herr Bilwiss: Naaa, Mr. Kong, höre ich da das grünäufige Monster des Neids in Ihrer Stimme? Passen Sie nur auf, gleich muss ich kichern!

Mr. Kong: Ganz bestimmt nicht. Also ich meine das Monster … was steht denn da für ein Name?

Herr Bilwiss: Da Vinci steht da. Können Sie nicht lesen?

Mr. Kong: Doch, aber ich meine den Vornamen: Le … Leo …

Herr Bilwiss: Richtig, Leopardo da Vinci. Genau, wie ich es gesagt habe.

Mr. Kong: Herr Bilwiss, Sie sind entweder hereingelegt worden oder ganz furchtbar albern.

Herr Bilwiss: Mr. Kong! Ich verbitte mir diesen konzilianten Ton! Falls ich noch einmal das Bedürfnis verspüren sollte, Ihnen Einblicke in meine wertvolle Kunstsammlung zu geben, dann erinnern Sie mich bitte daran, dass ich das unterlasse.

Mr. Kong: Mon Plaisir, Herr Bilwiss.

Herr Bilwiss: Möchten Sie vielleicht noch ein Tässchen Hühnerbouillon?

Mr. Kong: Mit bestem Dank, aber nur wenn darin nicht wieder Ihre Strähnchen schwimmen.

McMannheim hat es vorgemacht

Alaaf!

Nachdem William gestern alte Bilder vom Karneval gezeigt hat, dachte ich, dass ich auch mal was zeige. Ich bin damals mit einem Schulfreund und seinem Bruder als Tick, Trick und Track gegangen (ich war Trick). Tagelang haben wir an dem Kram gebastelt und die Farbe war noch nicht trocken, als es zum Rosenmontagszug ging.

Leider sieht man die Bürzel auf dem Foto kaum. Ratet mal: Wer ist Trick?

Debakel mit Rex Barkel

Herr Bilwiss: Stimmt es eigentlich, Mr. Kong, dass Sie Rex Barkel noch persönlich kennengelernt haben?

Mr. Kong: Ja aber selbstverständlich, oder dachten Sie etwa, dass ich mir meine Geschichten ausdenke?

Herr Bilwiss: Aber niemals käme mir dieser Gedanke, ich habe Sie noch stets als ehrlichen Kerl erlebt, Mr. Kong, außer vielleicht letzte Woche, als Sie mich beim Craps betrogen haben.

Mr. Kong: Das war kein Betrug, sondern kreatives Spielen, Herr Bilwiss. Und außerdem können Sie mir nichts beweisen.

Herr Bilwiss: Wie sollte ich auch, nachdem Sie den meines Erachtens gezinkten Würfel verschluckt haben?

Mr. Kong: Sie hätten mich röntgen lassen können. Aber lassen Sie mich lieber von Rex Barkel erzählen und davon, wie ich einst über den Gummitomahawk gesprungen bin, den er mit aller Gewalt gegen mein Wadenbein schleuderte, weil mich der Kautschuk beißen sollte.

Herr Bilwiss: Das klingt zwar verdächtig nach einem geschickten Ablenkungsmanöver, aber bitteschön.

Mr. Kong: Sie müssen sich vorstellen, dass ich gerade die Hauptstraße von Elspe, Colorado, hinabgeritten kam, als Barkel plötzlich um die Ecke kam und mein Leben oder fünfzig Pfennige forderte. Sie wissen, Herr Bilwiss, in meiner Jugendzeit gab es noch andere Währungen als heutzutage.

Herr Bilwiss: Mr. Kong, Sie lenken schon wieder ab. Außerdem haben Sie die Hauptsache ja schon erzählt: Rex Barkel schwingt seinen Tomahawk gegen ihre Waden und sie springen darüber.

Mr. Kong: Ja, mehr ist eben nicht zu erzählen, Rex war nämlich ein blasierter Mensch, der nur wenig Kontakt mit seinen Schauspielkollegen pflegte.

Herr Bilwiss: Mr. Kong, das möchte niemand hören. Haben Sie Ihre Würfel dabei? Dann spielen wir lieber Craps … Sagen Sie mal, Mr. Kong, sind das eigentlich Ihre Socken, die so riechen?

Mr. Kong: Weiß nicht, was wird denn heute in der Anstaltskantine serviert?

Hr. Bilwiss: Aspirin, Mr. Kong, doppelt frittiertes Aspirin.

Müssen wir Benefiz dankbar sein?

Was ist das jetzt? Muss man dem reaktionären Popen aus dem bayrischen Kaff Marktl jetzt für seine politisch unkorrekte Aktion am Ende dankbar sein? Da geht der Mann hin, exexkommuniziert die noch reaktionäreren Piuspfaffen und lenkt mit dieser Aktion ungewollt den Fokus der Öffentlichkeit auf den Schwulenhasser und Holocaustleugner Richard Williamson. Vorher hat sich jedenfalls kaum ein Mensch für diesen Williamson interessiert, jetzt bekommt er plötzlich einen Schlag nach dem anderen verpasst.

Erst soll er öffentlich seinen verbrecherischen Lügen abschwören (was er bislang verweigert und selbst wenn er es tatsächlich machen würde, ist ja wohl jedem klar, dass er höchstens zu einem Lippenbekenntnis bereit sein wird), dann fliegt er aus dem Priesterseminar „Nuestra Señora Corredentora“ und zuletzt verweist ihn die argentinische Regierung des Landes.

Bravo, Benefiz, durch Deinen erneuten Versuch, den vatikanischen Haufen geistiger Amokläufer und lebensfremder Möchtegerndiktatoren auf den richtig rechten Kurs zu bringen, ist es Dir gelungen, einem rückwärtsgewandten Menschenfeind Feuer unterm Allerwertesten zu machen. Handelt es sich also um einen geheimen Plan, die neu erstarkenden Nazis fertig zu machen? Wir wissen es nicht, denn die Wege des HErrn sind bekanntlich unergründlich.

Mehr zum Popen „mit dem Panzerknackergesicht“ (Hagen Rether) gibt’s hier.