Müssen wir Benefiz dankbar sein?

Was ist das jetzt? Muss man dem reaktionären Popen aus dem bayrischen Kaff Marktl jetzt für seine politisch unkorrekte Aktion am Ende dankbar sein? Da geht der Mann hin, exexkommuniziert die noch reaktionäreren Piuspfaffen und lenkt mit dieser Aktion ungewollt den Fokus der Öffentlichkeit auf den Schwulenhasser und Holocaustleugner Richard Williamson. Vorher hat sich jedenfalls kaum ein Mensch für diesen Williamson interessiert, jetzt bekommt er plötzlich einen Schlag nach dem anderen verpasst.

Erst soll er öffentlich seinen verbrecherischen Lügen abschwören (was er bislang verweigert und selbst wenn er es tatsächlich machen würde, ist ja wohl jedem klar, dass er höchstens zu einem Lippenbekenntnis bereit sein wird), dann fliegt er aus dem Priesterseminar „Nuestra Señora Corredentora“ und zuletzt verweist ihn die argentinische Regierung des Landes.

Bravo, Benefiz, durch Deinen erneuten Versuch, den vatikanischen Haufen geistiger Amokläufer und lebensfremder Möchtegerndiktatoren auf den richtig rechten Kurs zu bringen, ist es Dir gelungen, einem rückwärtsgewandten Menschenfeind Feuer unterm Allerwertesten zu machen. Handelt es sich also um einen geheimen Plan, die neu erstarkenden Nazis fertig zu machen? Wir wissen es nicht, denn die Wege des HErrn sind bekanntlich unergründlich.

Mehr zum Popen „mit dem Panzerknackergesicht“ (Hagen Rether) gibt’s hier.

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51 Gedanken zu “Müssen wir Benefiz dankbar sein?

  1. unheimlich unheilig, das ganze. man spürt die dunkle seite der macht. sie scheint allgegenwärtig. erst gestern begegnete ich beim nächtlichen spaziergang ums mühlchen diesem herren:

    benahe hätte ich ausgerufen: hi, bene! altes haus! :>

  2. Ach ja, die heilige römische Mafia von Gottesgnaden, die haben doch alle einen Schaden von ständigen Weihrauch schnüffeln und lesen endloser Litaneien.

    Ich warte noch auf den Tag, an dem der liebe Gott dem ganzen Haufen ein Ende bereitet.

    Möchte gerne mal wissen, wer den anderen Dorftrottel bei sich aufnehmen will, ich sehe es schon kommen; Deutschland schreit wieder HIER!!

        1. Wenns hoch kommt, war ich in meinem Leben um die 10 x in der Kirche, gezwungenermaßen…Hochzeiten, Beerdigungen, Taufen.
          Abgesehen von Besichtigungen, natürlich.
          Kölner Dom, St. Patrick`s Cathedral, Stephansdom und so…ist schon eine besondere Atmosphäre dort.

      1. Wobei man für die Kindstaufe ja herzlich wenig kann. Ich kenne jedenfalls niemanden, der mit wenigen Wochen bereits getauft wurde und mir gegenüber bestätigen konnte, dass es sein Wunsch gewesen war.

          1. Die Kinder einer mir befreundeten Familie sind schon als Kinder nicht getauft worden und vor der Konfirmation vor die Wahl gestellt worden: Konfirmation mit nerviger Feier mit Verwandten oder Ausgleichspenunse bar auf die Hand bzw. Finanzierung des Führerscheins. Da fällt die Wahl nicht schwer.

          2. Kommt auf die Verwandten :))
            Meine sollen sich frei entscheiden, nur lege ich Wert darauf, daß sie auch wissen, was Kirche ist und zumindest die Grundzüge der Bibel kennen. Man kann sich nur ein Urteil bilden, wenn man sich auch damit auseinandergesetzt hat (und das gildet hier bei allem, auch beim Essen)

          3. Wobei mir da schon die Frage einfällt, inwieweit sie sich bei ihrer Taufe frei entscheiden konnten. Man kann den Kram schließlich auch kennenlernen, wenn man sich erst später taufen lässt.
            Hagen Rether hat es mal auf den Punkt gebracht, dass vielen noch die Angst im Nacken sitzt und sie deshalb auch noch Kirchensteuer zahlen. Schließlich wäre ja auch niemand ADAC-Mitglied, wenn er kein Auto hat. (Was ich mir persönlich in manchen Leuten auch noch vorstellen kann, aber lassen wir das …)

          4. Ist nur praktisch gedacht, dann hätte ich nicht gleich 2 Feiern auf einmal; Taufe und Konfer.
            Angst sitzt mir nicht im Nacken, habe ja noch ein paar Ablassbriefe auf Lager :))
            Und mir fallen bestimmt auch min. 2 Personen ein, die im ADAC sind und kein Auto haben. Und dann kenne ich noch jemanden, der ist im ADAC und hat über seine KfZ-Versicherung einen viel besseren Service als beim ADAC aber der will trotzdem nicht kündigen und ich bin mit dem auch noch verheiratet!! (Aber er ist nicht in der Kirche, das Geld wollte er sparen)

          5. Hä? Aber so hast Du doch gerade im Gegenteil zwei Feiern, wenn es zur Konfirmation kommt. Dabei kann man schließlich auch beides direkt hintereinander am selben Tag machen, dann hättest Du nur eine Feier.

          6. Unser Pastor tauft immer 2-3 Monate vor der Konfi!

            Und so habe ich 2 Feiern uber Jahre verteilt 😉
            Und die Großeltern sind glücklich :)), zumal die Eltern von meinem Menne nicht mehr sonderlich fit und jung sind, wer weiß was in 9, 7 und 14 Jahren ist?

          7. Wenn Euer Paster Dir das so erzählt hat, dann ist er entweder unverschämt oder er lügt. Bei jeder Konfirmation, von der ich von Bekannten oder Verwandten gehört habe, hat es auch Taufen gegeben. Die werden sogar direkt vor dem eigentlichen Konfirmationsakt begangen, die Leute müssen also noch nicht einmal ein zweites Mal nach vorn kommen.
            Im Übrigen habe ich langsam den Eindruck, dass Du Dich grundlos mit immer neuen Argumenten verteidigst. Das brauchst Du mir gegenüber nicht. Wer das machen möchte, soll es machen, aber man sollte es anderen Leuten nicht aufzwingen. Ich hab mich zum Beispiel vor allem des Geldes wegen (und aufgrund der „Familientradition“) dazu bequatschen lassen und ärgere mich heute noch darüber, obwohl es mir meinen ersten Computer eingehandelt hat. Immerhin war ich wenigstens der erste in der Familie, der so konsequent war, aus der Kirche auszutreten, als mir der Grad des Schwachsinns klar genug geworden war.

          8. ER macht es so, ich habe ja nicht gesagt, daß es generel so ist!
            Und warum sollte ich mich rausreden? Ich habe doch meine Denkweise schon geshildert und die geht nun nicht wirklich mit allen kirchlichen Gednken konform 😉
            Mich hat keiner bequatscht und bei uns in der Sippe steht es ca 50:50 zwischen kirchlichen und nichtkirchlichen.
            Wenn ich kath. sein würde, hätte ich schon lange das Weite gesucht, die leben ja im finstersten Mittelalter

          9. Stellt sich die Frage, was mit Kindern passiert, die eine Woche nach dem (im Kirchenjahr relativ) festen Konfirmationstermin geboren werden. Müssen die dann 9 bis 10 Monate auf ihre Taufe warten? Außerdem habe ich nichts von „Rausreden“ geschrieben, sondern davon, dass Du Dich verteidigst. 😉
            Zumal ich 50:50 nicht sehe, wenn Du oben schreibst, dass Dein Mann kein Kirchenmitglied mehr ist und Du es jedem selbst überlassen möchtest. Noch sind die Eltern für Veranstaltungen wie Taufen verantwortlich und gerade für Deine Position sollten auch Kirchenmitglieder Verständnis haben. Eine Feier nach der Geburt kann man Kind und Eltern zu Ehren dagegen auch privat abhalten, dazu braucht es keinen Popen.

          10. Das ist doch nur für angehende Konfirmanten, die noch getauft werden sollen!!
            Das Verhältnis ist auf die gesamte Sippe gemünzt!
            Und ja, ich bin für die Taufe meiner Kinder verantwortlich und sie ist halt nur ein Grundstein, das haus können sie dann selber bauen oder nicht. Und ein Babybier gibt es auch so.
            Und jetzt verrate ich dir auch noch den für mich wichtigsten Grund, warum meine Kinder ´getauft sind, ich wollte, daß sie in unserer Familienkirche getauft werden und da diese ein paar hundert Kilometer von uns wech is passt es nicht mit einem evtl. Konferunterricht zusammen.

            So jetzt kennst du meine Gründe, und Basta!!! Nicht, daß du mir wieder irgendwas unterstellst 😉

          11. Ich weiß nicht, ob Du mich missverstanden hast: Mir ist es schnurz, was Du mit Kirche machst oder nicht machst, das muss jeder selbst wissen, weil ich mir schließlich auch nicht vorschreiben lassen möchte, wie ich zu leben habe.
            Ich habe mich lediglich gewundert, dass Du oben ins Horn pustest, mit Kirche nichts am Hut zu haben, dann aber mit einem Dutzend Argumenten ankommst, um zu erklären, warum Deine Kinder getauft sind. Du hättest auch von Anfang an schreiben können: „Weil ich es wollte. Basta.“ Aber das hast Du nicht getan, warum auch immer. Ich weiß nur, dass ich für den Fall, dass ich doch einmal vor das Problem gestellt werde, für die Taufe jemandes verantwortlich zu sein, selbst diesen Grundstein nicht setzen werden, weil ich sogar diesen Grundstein demjenigen überlassen möchte. Und so, wie ich Deine Haltung akzeptiere, wünsche ich mir eben, dass Du meine Haltung auch akzeptierst. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und ich möchte fast vermuten, dass wir da auf einer Linie liegen. 🙂

          12. Und ich fürchte du hast mich oben schon missverstanden, denn ich habe mich über die kath. Kirche ausgelassen.
            Mir ist auch klar, daß du genauso wenig wie ich jemanden reinreden würdest. Ich habe nur versucht meine persönlichen Gründe darzulegen, mehr nicht.
            Mir ist es absolut egal, wer an was glaubt oder nicht glaubt, da ich nur den Menschen (nicht irgendwelche Institutionen) an sich betrachte.
            Du siehst, du hattest Recht, eine Linie 😉

          13. Du hast vornehmlich über die Katholen gemotzt, ja, aber nicht nur. Im Übrigen wollte ich noch erwähnen, dass es ein weitverbreiteter Fehlschluss ist, die Katholen seien in jeder Hinsicht rückständiger als Protestanten. Die Reformation hieß ja nicht ohne Grund so, es sollte zurück zu den Wurzeln gehen. Und wenn Du Dir manche Calvinisten oder Puritaner anguckst (bekanntlich auch alles Reformierte), dann wirst Du schnell feststellen, dass die wesentlich freudloser sind als jede Beichte in Niederbayern. Auf dezidierte theologische Fragestellungen wie den Tyrannenmord gehe ich gar nicht erst ein, da schauen die Protestanten nämlich ganz dumm aus der Wäsche.

          14. Bleiben wir bei meinem Beispiel: Die Ablehnung des Tyrannenmords (oder machen wir es mal konkret: Wäre ein evangelischer Christ von der Kirche gedeckt worden, wenn er Atze abgemurkst hätte?) ist leider nicht auf irgendwelche extremen Untergruppen beschränkt, sondern war damals offizielle Lehrmeinung und ist es meines Wissens nach auch heute noch. In der katholischen Kirche dagegen ist der Tyrannenmord seit Jahrhunderten tatsächlich auch offiziell „erlaubt“.
            Aber das führt nur zu sehr ins Klein-Klein. Ich erinnere lieber an die Regel, dass man überall hin ein offenes Auge haben sollte und nicht der Einfachheit halber nur einer Seite die Rückständigkeit vorwerfen kann.

          15. Gut, ich weiß aber auch, daß die ev. Kirche sich selbstkritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt und sich selber auch oft hinterfragt.
            Und keine Sorge, ich habe meine Augen eigentlich immer offen und hinterfrage oft mehr als genug.
            Letztendlich findet man überall Leichen im Keller und Punkte mit denen man nicht konform geht. Und jeder muß für sich selber ausmachen, ob er diese toleroern kann oder nicht und glauben kann man auch ohne Kirche.

          16. Ja, dank eines Leuchtturms wie Niemöller, die evangelische Kirche an sich ist dagegen bei der Wiederbewaffnung direkt wieder zum Bombensegnen gerannt.

          17. und auch da gab es Wiederständler
            Das könnten wir jetzt für alle derartigen Vereine durchkauen, ist ein schickes Thema für eine geschichtlich orientierte Doktorarbeit über relig. Vereinigungen.

        1. Siehste, meine Eltern wollten uns das selber überlassen.
          Allerdings habe ich nur die ersten beiden Schuljahre am Reli-Unterricht teilgenommen, weil unser Lehrer immer so tolle „Geschichten“ erzählt hat…so hab ich also nicht wirklich viel mitbekommen an religiöser Erziehung, Gott sei Dank!

          1. Bei mir war der Reli-Unterricht mehr eine Mischung zwischen Ethik und Philosophie und geschadet hat es auch nicht. Also sinnloses Beten und schwachsinniges Auswendiglernen hatte ich nie (aber bei anderen soll es wohl öfters vorkommen)

        2. Eben, meine Eltern haben das goldrichtig gemacht.
          Meine Schwester hatte eine Zeitlang so einen religiösen Spleen, da war sie 10 oder 11.
          Jeden Tag in die Kirche, Kerze angezündet und gebetet, was das Zeug hält…paar Wochen ging das so.
          Ich habe es vorgezogen in der Kirche Verstecken zu spielen. :>>

    1. Wenn Du mit Dorftrottel den Richard meinst, wird er wohl kaum kommen, selbst wenn Deutschland HIER schreit. Schließlich wird er per Haftbefehl gesucht und auch wenn er bestimmt ein paar Geistesbrüder im Knast treffen könnte, wird er darauf wohl verzichten.

          1. Die können sich auch gerne ihr Kreuz in den Kopp zimmern.
            Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß der liebe Gott oder wer auch immer so beballert in der Birne sein soll, daß er diesen Firlefanz, den die da veranstalten, so gewollt hat. Ich glaube auch nicht, daß er einfach Menschen aus dem leben reißt oder welche mit Krankheiten bestraft.
            Für mich ist Gott eine Kraft, die das Leben schenkt und zwar nicht nur dem Menschen, sondern allen Lebewesen und was daraus wird ist unsere Sache! Es ist für mich einfach ein Wunder, wie aus einem Haufen Atome Leben entsteht.

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