Fluchologie

So eine verkackte Scheiße! Wozu hab ich mir eigentlich das Fluchen abgewöhnt? Ich könnte den Vollidioten dreimal in den Hintern treten, die so eine Forschung betreiben! Ich PLATZE gleich! :>

Swearing increased pain tolerance, increased heart rate and decreased perceived pain compared with not swearing.

Neuro Report Vol. 20

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Wahlhampelmänner

Kann mir jemand den Sinn dieser ewig öden „Interviews“ erklären, die den Sendern von Parteiclowns der untersten Abteilung in die Mikros gesabbelt werden? Ewig hört man nur: Die anderen sind doof und haben deshalb verloren, wir haben das beste Ergebnis in einem Jahr des Ochsen, seit der Kaiser gestorben ist, und morgen sehen wir weiter … blablablöblö. Für solche Antworten an öffentlich-rechtlichen Mikrofonen sollten automatisch SÄMTLICHE Pensionsansprüche der Teilnehmer gestrichen werden. Außerdem plädiere ich für die Wiedereinführung des Prangers – zumindest für Politiker.

Doc Messer: Halsabschneider, aufgepasst!

Einem edlen Spender, der ob seiner legendären Bescheidenheit gewiss ungenannt bleiben möchte, verdanke ich das neueste Stück der Messerjockesammlung: ein richtiges Rasiermesser.
Der aufmerksame Leser meines Ausstellungskataloges wird sich gewiss noch an das praktische Alltagsgerät erinnern, das mir fortan nur noch werk- und samstags im Gesicht herumfuhrwerken darf. Der Sonntag dagegen ist nun der Tag, an dem ich mit Bismarck zusammen im Bad stehe (wer kann das schon von sich behaupten?) und bei gepflegter Musike (ich empfehle das hier) die Gesichtsbehaarung entferne. Danach hat die Klinge abgesehen von der Pflege eine Woche Ruhe – wie es sich gehört.

Hab ich schon mal erwähnt, dass vor allem die Geräuschkulisse des Rasierens mit so einem hohl geschliffenen Messer wie Nektar für die Ohren ist? Ich könnte mich schon wieder rasieren …

Und jetzt viel Spaß beim Musikhören, ich hab noch eine dringende Verabredung mit, äh, dem Butcher.

das blut lass ich besser mal dran …

Den Griff habe ich mir aus dem Bein von Käptn Ahab schnitzen lassen.

Drunk as a Skunk

Hier und dort erwecken Leute den Eindruck, dass sie nicht glauben, was ich so schreibe. Da kann ich nur sagen „Selbst schuld!“. Und um diese Skeptiker, die so tun, als seien meine Erlebnisse ausschließlich meiner Fantasie zu verdanken, einmal mehr in ihre Schranken zu verweisen, werde ich jetzt ein Beweisfoto für die Grashopsergeschichte zeigen. Wer jetzt noch mehr wissen möchte, frage bitte Albert oder den Bären. :b

grasshoppers

Mmmh – schmackofatz! Draufklicken = größer.

Kängurus essen keine Sachertorte

Kennt Ihr auch diese Geschichten von total verblödeten Touristen, die ihren Enkel im Nachbardorf per Flugzeug besuchen wollen, dann aber leider „aus Versehen“ einen Flug zur Rückseite des Mondes buchen, weil es da einen Krater gibt, der rein zufällig genauso wie das Nachbardorf heißt? Diese Geschichten sind total unglaubwürdig, nicht wahr? Alberne Zeitungsenten fürs Sommerloch, stimmt’s?

Wusstet Ihr eigentlich, dass es nicht nur genau ein (1) Vienna in Austria, sondern auch genau ein (1) Vienna in Australia gibt?

Nein?

Gut. Ich auch nicht.

Zumindest nicht, bis ich nach einem Flug, der unwesentlich länger dauerte als bei der Buchung angegeben, in brütender Hitze ausgestiegen bin. Erst als alle Leute auf dem Kopf herumliefen, dämmerte mir, dass ich womöglich im Nachbardorf gelandet bin. Ein ausgedehntes R-Gespräch mit dem Autor Albert K. klärte die Situation. Prompt kam er in Begleitung einer jungen Dame nach Australien geflogen, weil er, wie er sagte, „sowieso mal dieses Buschessen mit gegrillten Grashüpfern“ probieren wollte. Meine diplomatisch vorgebrachten Einwände („Die kennen hier aber keine Sachertorte“, „Es ist unangenehm warm“) erwiesen sich als vergeblich, denn Widerspruch wurde mit dem Hinweis auf das R-Gespräch abgewiegelt. Am Ende, so fürchtete der Autor geradezu paranoid, gälte seine Telefonrechnung womöglich als nicht bezahlt, was die Option des Hinaustelefonierens zukünftig vermindert, vielleicht sogar verhindert hätte.

Gesagt, getan. Bald schon bekam ich Besuch aus Vienna (Austria) in meine Kemenate geliefert. Selbstverständlich war nicht zu vermeiden gewesen, dass der Autor eine Kamera mitgebracht hatte, die ihm eine über Xing bekannte Leseratte aus dem Stanley-Kubrick-Privatarchiv „besorgt“ hatte. Ich nehme an, dass zumindest zwei oder drei cinematophile Leser dieses Blogs mit Barry Lyndon vertraut sind und folgerichtig ahnen, um welche Kamera es sich handelte. Kurzerhand ließen wir von den freundlichen Eingeborenen, mit denen wir uns die meiste Zeit mit Gesten und Gebärden verständigen mussten, eine exakte Kopie des Naturhistorischen Museums im Maßstab 1:1 errichten. Den Heinzelmännchen gleich gelang ihnen das bauliche Wunderwerk innerhalb einer Nacht, so dass wir die Dreharbeiten beginnen konnten, für die ich mir als vorläufigen Hauptdarsteller ein Frühstück bis ans Bett bestellt hatte.

Man beachte die Formulierung – ich musste mich nämlich tatsächlich von meiner Lagerstatt erheben(!), um das Frühstück (ein handelsübliches Maisbrot aus dem Hause Monsanto) überhaupt einnehmen zu können. Zukünftige Besucher und Nachahmer seien also dringlich darauf hingewiesen, der Wortwahl bei der Zimmerreservierung ähnlich viel Aufmerksamkeit zu widmen wie bei der Flugbuchung! Tja, später aßen wir dann die Grasshoppers und wenn es keine Grasshoppers gab, wurde mir Wiener Schnitzel serviert. Angesichts der geografischen Breite muss ich freilich davon ausgehen, dass es sich dabei um Krokodilschnitzel nach Wiener Art handelte.

Wer – so wie ich seit dem Wochenende – schon einmal in Australien war, der weiß, es ist ein großes Land. Die Ureinwohner machten sich daher gar nicht erst die Mühe, den Nachbau des Naturhistorischen Museums vor die Haustür unseres Bed-and-Breakfasts zu stationieren, sondern nutzten dazu ein freies Plätzchen weit fernab, was bedeutete, dass das Wochenende gutteils mit Laufen ausgefüllt war. Etwas schneller ging es lediglich, als der Bezirksvorsteher den Autor zu einem Autorennen einlud, in dem sich der Vorsteher einen technischen Vorteil erlaubte: Er selbst wählte den Lamborghini und der Autor musste sich mit einem Volvo zufriedengeben, was Letzteren nicht an dem Erreichen eines guten ersten Platzes hinderte. Sein sportlicher Ehrgeiz konnte jedoch nicht verhindern, dass ich wieder nach Hause musste, um noch dies und das zu erledigen. Vorher wurde mir aber noch die hässlichste Kirche der Welt präsentiert – ungelogen!

Von den Dreharbeiten darf ich übrigens leider noch nichts verraten, da mir widrigenfalls mit der Einschaltung der berüchtigten Kanzlei „Knorr, Knorr & Bär“ sowie einer saftigen Konventionalstrafe gedroht wurde.

An dieser Stelle nur so viel: Sie sind … geworden.

Vienna, Australia – das Schlaraffenland, wo einem das Essen in den Mund springt.