VATTA! AUFSTEEHN!

Zumindest von höher entwickelten Tieren wie dem Menschen und zahlreichen anderen Säugetieren (Hund, Katze etc.) ist bekannt, dass sie träumen. Unsereiner hat dank Sprache und Reflexion die Möglichkeit, sich im Wachzustand über Träume auszutau- schen und die Entscheidung zu fällen, welche der beiden Seiten der Traum-Wach- Medaille die Wirklichkeit sei (bevor hierzu jemand seinen Senf abgibt, sei darauf hinge- wiesen, dass diese Frage je nach religiöser Einstellung nicht eindeutig entschieden ist).

Wie, so fragte ich mich nun vor kurzem, müssen aber Tieren wie Hunden oder Katzen diese unterschiedlichen Bewusstseinszustände erscheinen? Sicherlich stellen sie keine Überlegungen an, was geschieht, wenn sie wegdämmern, und auch ein intensiver Ver- gleich beider Welten dürfte kaum stattfinden, leben sie doch zumeist im Jetzt. Da sie aber gleichwohl ein Gedächtnis besitzen, bleibt zu überlegen: Betrachten sie beide Wel- ten als gleichwertig oder unterscheiden sie sie voneinander? Wie mögen sie den Über- gang von der einen in die andere Welt empfinden, die sogenannte Hypnagogie?

Nachtrag: Delphine haben keinen REM-Schlaf, daher beobachten sie sich nicht selbst, während sie mit einer Hirnhälfte träumen.

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57 Gedanken zu “VATTA! AUFSTEEHN!

  1. Ich frage mich das jeden Tag, wenn es im Nebenzimmer oder irgend einer Ecke „wuff, gruff, fiep, winsel, schnaub“ macht und der Hund mit den Pfoten rudert oder den Schwanz wedelt. Knochen, Katzen, geile Dackeldame? Ich wüsste schon manchmal gerne was der so aufregendes träumt.

  2. Moin Totte.

    Uff, da stellste allerdings sehr schwere Fragen.
    Vielleicht sollte die Hirnforschung sich damit befassen.
    Sicher eine interessante Sache.

    So, und nun geh ich mal meine Katze beobachten.
    Sie schläft gerade und zuckt so komisch dabei.

    Ob sie wohl im Traum die leckeren Vögel jagt, die ständig gegenüber auf dem Kamin des Nachbarhauses sitzen?

    Wer weiß das schon! 😉

    1. Das Problem ist, dass die Hirnforschung es nicht lösen können wird. Denn für eine Antwort müsste man mit einem Probanden intensiv kommunizieren können, es reicht ja nicht zu wissen, was sie träumen, wenn es darum geht, wie sie die Träume empfinden. Daher wird meine Frage vermutlich unbeantwortet bleiben, es sei denn, ich werde als Hund wiedergeboren. :))

  3. Woher weiß man eigentlich, dass Tiere träumen. Ich meine, WIE hat man das herausgefunden?
    Mein Kater hat im Schlaf immer mit den Pfoten gezuckt und manchmal auch leise miaut … sah niedlich aus. 😉

    1. Unsere auch, der Hund träumt wohl sehr intensiv, jeden Tag (siehe oben). Nachdem Katzen und Hunde ja ziemlich intelligent sind und eine Menge EIndrücke sammeln, mit viel mehr Sinnen als wir, müssen sie diese bestimmt auch verarbeiten. Die Wein- und Proseccoflaschen kriegen sie alleine nicht auf, bleibt nur das Träumen :>>

          1. Das kommt auf die Menge an. Ab zwei Flaschen würde ich meine Hand für den Wodka nicht ins Feuer legen. :))
            Von Wollen kann keine Rede sein, es war nur eine Annahme. Wenn dann will ich Vogel werden, dann kann man wichtigen Leuten wenigstens auf den Kopf scheißen. ;D

      1. Manchmal wäre ich gerne eine Katze, MEINE Katze … so von Montags bis Freitags. Und dann wieder ich. Ab Freitagnachmittags … bis Montagmorgens. Und dann würde ich den ganzen Tag auf der Couch herumpennen, ab und zu mal lecker Fresschen … bischen an den Möbeln kratzen und rummiauen, bischen recken und strecken, mit Bällchen spielen, pennen, fressen … ich merke gerade, dass ich schwere Depressionen bekomme während ich diese Zeilen hier schreibe. Adios, lieber CC. :DD

    2. Davon abgesehen dass viele Bewegungen den Verdacht von Träumen nahelegen, wird das Träumen über die REM-Phasen nachgewiesen (Rapid Eye Movement). Und danach träumen nicht nur Säugetiere, sondern auch manche Vögel und Reptilien.

          1. Das gerade ist der Knackpunkt: Solange man das Hirn nicht direkt an einen Fernseher anschließen kann, wird man es nicht erfahren. Aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass alles andere nach Träumen aussieht.

      1. :))Ja , und gestern hat er wirklich seine Relativitätstheorie aufs Blatt gebracht.

        Ich denke bei den Tieren ist es so wie bei mir, wenn ich morgens aufwache weis ich nichts mehr von dem Traum.

        1. Die spezielle oder die allgemeine Relativitätstheorie? :))

          Gut, das würde das Problem der Reflexion aus der Welt schaffen, klärt aber nicht das Befinden während des Übergangs. Zumal sich bei der Hypnagogie gleich die nächste Frage stellt: Erleben sie sie so wie wir – mit möglichen (leichten) Halluzinationen?

          1. Ich glaube nicht das Tiere beim einschlafen irgendwelche Visionen haben , ihr Gehirn ist ja nicht ganz so komplex wie unser. Aber wer weist es wirklich?
            Ist dieser Eintrag durch das entstanden, was du als Foto auf deinem Handy mir gezeigt hast?

          2. Ich weiß gar nicht, welchen Grad an Komplexität ein Hirn haben muss, um zu Visionen zu kommen. Aber es würde mich nicht wundern, wenn das bei vielen Säugetieren schon ginge.
            Nicht direkt, zumal sich dank der lieben Vermieter das Foto leider zerschlagen hat. :>

          3. Ich bin dafür das wir es dabei belassen, das wir es (noch) nicht wissen.

            Was für ein Schwein hast du den als Vermiter. In solch einer abgelegenen Provinz ist es doch eigentlich ein muss.
            Komm nach Heidhausen, neben mir ist ne Wohnung frei. Der Vermiter ist Top und die Umgebung ja auch nicht schlecht.

      1. Schon… aber sie wissen es ja nicht. Wäre das bei uns das gleiche – wir würden nicht mit klar kommen, weil es uns bewusst ist. Blöde Menschheit.

    1. Die in dieser Sicht mitschwingende Überheblichkeit mal ungeachtet – denn warum sollten sie sich daran schlechter erinnern als wir? Schließlich können sie sich ja auch an andere Dinge erinnern, die sie Tage, Wochen, Monate vorher erlebt haben – löst diese Antwort nicht das Problem der Sichtweise, weil es ja die Übergangsphasen gibt.

      1. Der Unterschied ist doch zwischen dem wirklich erlebten und dem Traum. Träume vergessen doch auch oft wir Menschen. Vielleicht träumen sie ja, aber nehmen das ja nicht bewusst wahr.

        Mitschwingende Überheblichkeit?

        1. Natürlich vergessen wir oft Träume. Aber in unterschiedlichen Stadien. Direkt nach dem Aufwachen können wir uns am ehesten an das meiste erinnern. Wenn Tiere vor allem im Hier und Jetzt leben, dann müssten sie dieses Erinnern in genau dieser Phase wahrnehmen. Hast Du jemals erlebt, wie sich Hunde morgens nach dem Aufwachen freuen, die anderen „Rudel“-Mitglieder der Familie wiederzusehen? Das ist genauso, als hätten sie Dich stunden-, wochen- oder monatelang nicht gesehen. Bei Besuch klappern sie üblicherweise sogar alle Personen ab, als wollten sie sich vergewissern, dass noch alle da sind. Warum sollten sie das tun, wenn der Schlaf für sie zeit- und inhaltslos wäre? Dann schliefen sie ja nur ein, wachten auf und es müsste zwangsläufig so wie vorher sein.

          Überheblichkeit schwingt immer mit, wenn man grund- und argumentlos anderen Personen, Wesen &c. Fähigkeiten abspricht, ohne es belegen zu können.

          1. Überheblich wollte ich aber nicht rüber kommen, was ich auch nicht bin. Ton und Klang kann man leider nicht hier so rüber bringen. 😉

            Darüber gibt es doch bestimmt einen Studie, wie Tiere träumen, oder wie die Träume auf sie wirken. Wenn ich jetzt nicht so müde wäre, tät ich mal rumsuchen im Net.

          2. Ich habe nicht behauptet, dass Du überheblich bist, ich habe gesagt, dass in der oben stehenden Argumentation Überheblichkeit mitschwingt. Und da bist Du hier nicht die Erste, die diese Warte einfließen lässt.

            Es gibt Studien zur Untersuchung der REM-Phasen bei Tieren, ja. Aber mehr wird man nicht erfahren, solange man es nicht schafft, Gedanken zu lesen – was ich höchstwahrscheinlich und hoffentlich nicht erleben werde.

          3. Dann ist meine mitschwingende Überheblichkeit unbewusst mit eingeflossen.

            Das hoffe ich auch mal, dass man niemals soweit kommt, Gedanken lesen zu können. Das wäre ne Katastrophe.

            Aber vielleicht geht die Intelligenz der Tiere eines Tages soweit, also, dass das Hirn irgendwie weiterentwickelt, so wie beim Menschen, dass sie sich über diese hoch entwickelte Elektronik wie PC verständigen können, da sie ja über kein Sprechorgan verfügen. Allerdings würde das einige tausende Jahre dauern, aber ob wir da überhaupt noch existieren?

            wo wandern denn meine Gedanken hin

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