Agent Apple

Ist die Weltgeschichte Zufall oder bloßer Unsinn?

Arno Schmidt

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43 Gedanken zu “Agent Apple

          1. Sehr, sehr, sehr, um nicht zu sagen äußerst unterhaltsam. Und ich hab mehr Schokolade mitbekommen, als ich mitgebracht hatte. :))

            außerdem hab ich geholfen, über die kipferlaktion nachzudenken

          2. Japp.

            ja nicht allein, theo wird dir die aktuellen überlegungen sicher mitteilen, fertiggedacht war es ohnehin noch nicht, aber es nimmt weiter formen an.

  1. Ich denke, daß die Weltgeschichte an die Kausalität gebunden ist.
    Jede Ursache erzeugt eine Wirkung und auf die Wirkung folgt ne andere Wirkung, die wieder Ursache sein kann und sein wird usw.usw.
    Daß dabei jede Menge Unsinn entsteht, bekommen wir ja seit Beginn der Menscheit mit..:>>

      1. Wir sind oder bleiben lebendig in der Erinnerung. Schiller, oder deine Oma z.B. „leben“ solange, wie wir sie in Erinnerung wahrnehmen.
        Wir leben in „unseren“ Vorstellungen, die aus vielfältigen Wahrnehmungen genährt werden – also bilden wir sie uns ein. Einige Gefühle hinzu und schon hat es für uns Bedeutung.

        Die Vergangenheit (die Weltgeschichte) ist tot, wir bilden sie uns aus der Erinnerung ein, oder ab, ganz wie man will.
        Die Fakten sind für uns Tatsachen, die sich nicht leugnen lassen. Dennoch interpretiert jeder für sich und nimmt DIE Geschichte auf seine eigene Weise wahr.
        Hinzu kommt, dass (DIE) UNSERE Welt das ist, wofür wir sie halten.

        Zufall dem Unsinn gegenüber zu stellen, ist genauso überflüssig, wie eine determinierte Vorstellung (Einbildung) dem Sinn gegenüber zu stellen. Die Bewertung „Sinn“ empfindet jeder anders.

        1. Gut, dann folgst Du (weitgehend) Schmidts Vorstellung, die er in „Tina oder über die Unsterblichkeit“ vorgestellt hast. So gesehen ist sie aber keine Ein-Bildung, sondern nur eine Bildung des individuellen Geistes.
          Selbst wenn jeder einen anderen Sinn sieht – rein theoretisch könnte es einen objektiven Sinn geben. Ich persönlich glaube zwar nicht daran, aber die meisten Religionen und sogar Camus‘ sozialistisch gefärbter Existenzialismus benötigen ihn als Fundament.

          1. Ja, ich habe den Begriff Ein:bildung extra gewählt – er ist schön mit Vorurteilen behaftet.

            Das es für mich keine Objektivität gibt, sondern nur der Versuch ihr nahe zu kommen, gibt es für mich auch keinen objektiven Sinn.

          2. Es stimmt, es gibt keine Objektivität aus der Sicht des Menschens (oder anderer Tiere). Aber das schließt ja nicht aus, dass es vielleicht eine physikalisch-universale Objektivität gibt, die wir weder kennen noch jemals kennenlernen werden. ;D

          3. Richtig, es ist nicht ausgeschlossen und aus dieser Spekulation heraus wird versucht manches zu „beweisen“. Unterwegs wird dann oft „vergessen“ (unterdrückt), dass das Fundament Spekulation ist.

            Vince Ebert schreibt in seinem Buch „Denken Sie selbst, sonst tun es andere“ u.a. folgendes:

            „Wenn ich vermute, im Kühlschrank könnte noch Bier sein, und ich gucke nach dann betreibe ich im Prinzip schon eine Vorform von Wissenschaft.
            In der Theologie werden Vermutungen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich nur behaupte ,Im Kühlschrank ist Bier!’ bin ich Theologe. Wenn ich nachgucke, bin ich Wissenschaftler.
            Wenn ich nachgucke, nichts finde, und trotzdem behaupte: ,Es ist Bier da’, dann bin ich Esoteriker.“

            Wir gucken also nach, finden nichts und helfen uns mit der Eigenschaft Hoffnung zu wecken, in dem wir etwas nicht ausschließen können. Ich kann vieles nicht ausschließen und je nach dem, wie ich mir DIE (meine) Welt vorstelle wird sie auch sein.
            Die Erwartungen des Pessimisten werden ebenso bestätigt werden, wie die des Optimisten – sie werden IHRE (die) Welt so wahrnehmen.

            Wir können alles erklären und beschreiben, was wissen wir denn ?

            Ist die Wissenschaft unser Wissen ?

            Es gibt eine Farblehre und sie funktioniert, lt. Wissenschaft habe ich gehört, gibt es gar keine Farben, unser Gehirn täuscht uns etwas vor ?!
            Folge ich der Wissenschaft, oder meiner Wahrnehmung ?

            Wenn ich mir eine physikalisch-universale Objektivität „einbilde“ (im Sinne von daran glauben), dann wird sie für mich auch real sein und ich werde unerklärliche oder schreckliche Dinge, die uns widerfahren, damit erklären (können). Ist es plausibel wird man es kaum „abstreiten“ können… Trost spenden ist plausibel…
            Beweise braucht die Wissenschaft, der Mensch muss nur glauben.

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