„Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt“ (Badewannensong für Banker)

Die NEF-Autoren fragen nach Vermehrung oder Vernichtung von gesellschaftlichem Reichtum durch die verschiedenen Arten von Arbeit – sie tun das mit der „Social Return on Investment“-Analyse, die ihre Stiftung entwickelt hat. Das Ergebnis ist dazu angetan, dem oft als Vorurteil gegeißelten Eindruck über abgrundtiefe Ungerechtigkeiten bei den Einkommen Recht zu geben und die Formel „Wer viel verdient, leistet auch viel“ als puren Unsinn zu entlarven. Bei den Bankern kommt heraus, dass jedem Pfund an Wertschöpfung eine Wertvernichtung – also ein Verlust an gesellschaftlichem Reichtum – von sieben Pfund gegenübersteht. Bei den Direktoren der Werbeagenturen fällt die Bilanz noch schlechter aus: Jedem Pfund an Wertschöpfung stehen wenigstens elf Pfund an sozialen Unkosten gegenüber. Noch schlimmer bei den Steuerberatern mit VIP-Kundschaft: Hier beträgt die Negativbilanz 1:47.

Anders bei den Kindergärtnerinnen. Für jedes Pfund, das ihnen gezahlt wird, schaffen sie einen gesellschaftlichen Nutzen im Wert von sieben bis neun Pfund. Bei den Reinigungskräften in den Krankenhäusern beträgt die Positivbilanz 1:10, bei den Müllmännern 1:11.

Den ganzen Text über den gesellschaftlichen Nährwert von Bänkern und Werbeagenturmanagern gibt es hier.

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25 Gedanken zu “„Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt“ (Badewannensong für Banker)

  1. Leider sind aber genau die mit der Positivbilanz immer die Prügelknaben für jeden, und nicht nur die „da oben“, ich denke da nur an Kindergärtnerinnen und Eltern… 🙄

  2. Ich hab ein Hauuuuuuuuuuus, ein wunderbares Hauuuuuuus, ein Esel und ein Pfeeeeeeeeeerd, die schauen aus dem Fenster rauuuus… *sing und trallala* Pippi war mein Kinderstar!

    für den text da oben hab ich leider keine zeit zum lesen… 🙄

  3. Au Mann. Sonntagfrüh, und die Bromine knirscht schon mit den Zähnen.

    Ich fürchte, es könnte sogar alles noch viel schlimmer sein und fast niemand würde sich rühren. „mähmähmäh…“

    1. Ja, das Einzige, was mich am Text und der Studie stört, ist die selbstenwickelte Analyse, über die man hier nix erfährt.
      Ich könnte sicher auch aus dem Stegreif eine Analyse entwickeln, mit der ich beweisen kann, dass der gesellschaftliche Wert von Tanzlehrern etwa drei Millionen mal so groß ist wie der Wert von Ärzten – und umgekehrt.
      Es bleibt also trotz Zahlen ein fader Beigeschmack. 😐

      1. Aber man glaubt’s sofort und hat auch sofort das Gefühl: Ja, so ungerecht ist die Welt und man kann sowieso nix machen… Das würde einem selbst bei Deiner Tanzlehreranalyse so gehen. Man kriegt ja vor Mutlosigkeit manchmal kaum noch die Arme hoch.

        1. Dass man’s sofort glaubt, macht’s mir besonders verdächtig: Bei Studien, die Gefühltes so eindeutig bestätigen, möchte ich besonders gern hinter die Kulissen gucken.
          Dass gewisse Kreise dafür sorgen, dass den Leuten die Decke auf den Kopf fällt, hilft sicher dabei, dass die Leute die Arme nicht mehr hochkriegen. 😐

          1. Ja, stimmt, das passt wirklich fast zu gut in die allgemeine Stimmung…

            Und wenn man sie doch hochkriegt, dann nur, um sich nach der Decke zu strecken. *mpf*

          2. Hab‘ jetzt mal geguckt: wiki bezieht sich auch auf die Zudecke…

            Und woanders heißt es noch, Goethe habe gesagt:

            „Wer sich nicht nach der Decke streckt,
            dem bleiben die Füße unbedeckt.“
            😉

  4. hmmm….gefühlt hat mans ja schon immer, dass es so ist….aber schwarz auf weiß….hmmm….lässt das die Wertlosigkeit von Bankern und dgl. schon extrem rausleuchten….

      1. und du willst mir damit sagen, dass du es nicht der Mühe wert fandest…das zu kopieren und einzufügen….sondern hast mich da kreuz und quer durch die Kommentarwüste geschickt..abgesehen davon, dass du mir die Sache unerhört erschwert hast…indem du mir nicht mal den vollen Namen der Gutsten gesagt hast…ts,ts,ts…..:))

        Anyway…es ist schon klar, dass das so nicht ganz 100%ig ist…das ist auch ein Grund, warum ich von diversen Studien und Umfagen nur bedingt etwas halte….

        Und doch…es zeigt doch auch, dass wenn es uns mal wirklich schlecht geht, dann werden wir wohl Bäcker, Fleischhacker, Rettungsmenchen, Müllmänner und Kinderbetreuer immer noch brauchen,…aber Werbeagenturen und Steuerberater….brauch ich jetzt schon nicht….

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