Don’ts (Was nicht nottut)

Es gibt Dinge, die muss man nicht tun. Nicht in der Öffentlichkeit. Nicht zu Hause. Ja nicht einmal, wenn man allein zu Hause unter der Dusche steht.

Dann gibt es Dinge, die sollte man wenigstens in der Öffentlichkeit vermeiden. Dazu gehören laut geführte Gespräche über das Handy. Aber selbst hier gibt es noch Abstufungen. Zwar sollte man sich allgemein schon nicht brüllend mit dem Mobiltelefon verständigen. Aber wenn man gewisse Themen anspricht, ist damit zu rechnen, dass Passivteilnehmer des Gesprächs umso geringeres Interesse am Mithören haben. Insbesondere wenn der eigene iPod es nicht mehr vermag, die Lautstärke des anwesenden Brüllaffens zu übertönen.

Zur Verbildlichung ein Beispiel, völlig frei aus dem Leben gegriffen:

„JA, ICH BINS, DER CARLO! ICH WOLLTE NUR SAGEN, DASS ICH SPÄTER KOMME, WEIL ICH NICHT VOM KLO RUNTERKAM. ABER ES GEHT WIEDER!“

Wann werden bei der Bahn endlich Nichtsprecherabteile eingeführt?

Bleiben Sie stets informaiert!

Mr. Kong: Herr Bilwiss, ist Ihnen Ihr Kopf zu schwer?

Herr Bilwiss: Warum, Mr. Kong?

Mr. Kong: Na, weil Ihr Kopf auf dem Stehtisch liegt. Wie schaffen Sie es überhaupt, so zu sprechen?

Herr Bilwiss: Übung. Nichts als Übung.

Mr. Kong: Aber Sie werden doch wohl nicht so essen wollen?

Herr Bilwiss: Und wenn schon, was ginge Sie das an?

Mr. Kong: Na, immerhin bin ich Ihr Tischnachbar!

Herr Bilwiss: Tischnachbar, Tischnachbar. Haben Sie einen Vogel? Als ob es in einer Kebabschmiede Tischnachbarn gäbe!

Mr. Kong: Na, na, na, Herr Bilwiss. Man kann überall Sitten und Kultur wahren, auch an den unmöglichsten Orten. Und jetzt hören Sie endlich auf zu rülpsen, Sie Unmensch!

Herr Bilwiss: Die Kultur wahren? Ist Ihnen der Ayran in den Kopf gestiegen? Wie wollen Sie denn hier Sitten und Geschmack wahren?

Mr. Kong: Indem man beispielsweise gepflegt bestellt.

Herr Bilwiss: Tä! Wie soll das denn vonstatten gehen? Soll ich meinen Falafel auf Französisch bestellen? Und Baklava mit abgespreiztem kleinem Finger essen?

Mr. Kong: Bilwiss, Sie haben zu viel Underberg getrunken. Seien Sie nicht albern!

Herr Bilwiss: Nicht albern? Wer hat denn mit dem Schafskäse angefangen? Aber bitteschön, dann zeigen Sie mir doch Ihre Kultur und bestellen Sie endlich was. Ich will sowieso weiter, mir ist langweilig.

Mr. Kong: Achmed? Mach mir mal einen Dönerteller fertig, einen Dönerteller Versace.

Herr Bilwiss prustet laut los.

Mr. Kong: Bilwiss, benehmen Sie sich! Nehmen Sie Haltung an!

Herr Bilwiss: HAHAHAA! Tut mir leid, Ich kann nicht anders. Was soll denn ein Dönerteller Versace sein? Eine Portion mit Schlauchbootlippen?

Mr. Kong: Ja, ja, machen Sie sich nur lustig über körperliche Unzulänglichkeiten, Sie Möchtegern-Mr.-Universum, Sie!

Herr Bilwiss: Ich trage wenigstens keinen Rettungsring im Gesicht. Aber jetzt möchte ich sehen, was Sie bestellt haben!

Mr. Kong: Nein, im Gesicht nicht, aber egal, ich zeig Ihnen nicht, was ich bestellt habe. Gucken Sie sich lieber die Nacktfotos von Mlle Cochon an, die Sie auf Ihrem Handy versteckt haben!

Herr Bilwiss: Was? Wie? Woher wissen Sie …?

Mr. Kong: Weil sich der Schweinkram immer in ihren Augen spiegelt, wenn sie mit ihrem Handy herumspielen!

Herr Bilwiss: Na sowas aber auch! Haben Sie schon mal was von Datenschutz gehört, Sie Stasi? Wissen Sie was? Ich hau Sie gleich!

Mr. Kong: Dazu müssten Sie erst mal ihr Kinn vom Tisch nehmen, Sie Wüstling!

Mehr Abenteuer von Herrn Bilwiss und Mr. Kong gibt es hier!

China-Test (4)

Kwang Chow (Essen, Mathildenstraße)

Ein preislicher und geschmacklicher Tipp: Seit über 18 Jahren schafft es dieser Imbiss, eine sehr hohe Qualität zu angemessenen Preisen feilzubieten. Warum die Leutchen nicht längst ein Restaurant eröffnet haben, wird wohl ewig ein Geheimnis für uns Langnasen bleiben. Allein wegen dieses Imbisses lobpreise ich den Herrn meiner gläubigen Leser (ich selbst dulde keinen Herrn über mir), dass ich keine Glutamatunverträglichkeit habe!

Tipp: Unbedingt die Ente süß-sauer mit Gemüse probieren! Eine bessere Ente hab ich noch nicht gegessen.

5/5 Sterne