China-Test (10) – ein Nachruf

Ming’s Garden (Oberpleis, Dollendorfer Straße)

Unweit des Petersbergs befand sich dieses Lokal, das es angesichts seiner Qualität an einen ungewöhnlichen Ort verschlagen hatte (und darum hat es vor Kurzem wohl auch dicht gemacht). Teile der Bedienung verstanden weder Deutsch noch Englisch, andere Teile trugen die feinste Kleidung (die ich in einem Anfall von Haben-Wollen dem Kellner einst vom Körper reißen wollte, aber das führt an dieser Stelle zu weit). Meine Empfehlung galt vor allem dem Buffet, das so reichhaltig wie schmackhaft war. Ganz besonders gut schien mir das Känguruh gelungen, das vorzüglich in brauner Soße bereitet war. Aber Achtung: Die Bauern aus den umgebenden Dörfern fraßen beim Buffet in Sekundenschnelle alles weg, was nicht nach Gemüse aussah! Wenn man beim Nachfüllen nicht schnell war, blieben in der Schale der Garnelen innerhalb eines Wimpernschlags nur noch grüne Reste in Soße zurück, die der Botaniker als sogenannten Brokkoli bezeichnet! Für ihre Kundschaft konnten die lieben Leute natürlich nichts, daher immer noch

4/5 Sterne

Werbeanzeigen

Uh! Ah! Totte vor!

Ich mag zuweilen außerhalb von Zeit und Raum zu existieren. Insbesondere jenseits des hiesigen Raums. Und doch ist mir nicht entgangen, dass dieses Jahr mal wieder sogenannte Weltmeisterschaften stattfinden. Intelligente Leser und solche, die mich kennen, wissen, dass ich Sport, vor allem Leistungs- und Extremsport lieber selbst mache, als ihn wie eine Sofakartoffel per Bildröhre zu konsumieren. Deshalb muss ich mich bei einer anstehenden Weltmeisterschaft also fragen: Ist das ein Sport für mich? Fesselt er mich? Bin ich bereit, da an der Weltspitze mitzutun?

Ich habe frühzeitig geforscht und musste feststellen: nein. Dieses Getue mit einer Mannschaft, in der sich jeder selbst der Nächste ist, weil es um Unsummen von Ablösen geht, kann ich nicht gutheißen. Im Übrigen sind mir die Regeln im Detail unverständlich. Deshalb hatte ich mich auch entschlossen, nicht an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Sollen diese Dödel ihre Steine doch allein bewegen. Ich kehr lieber vor meiner eigenen Haustür.

China-Test (9)

China-Palast (Rendsburg, An der Bleiche)

Wer abends in Rendsburg gut chinesisch essen möchte, hat hoffentlich reserviert. Denn hier gibt es abends, insbesondere am Wochenende stundenlang keinen freien Platz, und das nicht ganz grundlos. Schmackhafte Leckereien, die übrigens auch auf einem empfehlenswerten und reichhaltigen Buffet präsentiert werden.

4/5 Sterne

Was wir offenbar nicht gaumen sollten

Anteil der Inder, die die Wirtschaftsführer ihres Landes im Großen und Ganzen für vertrauenswürdig halten 69
Anteil der Deutschen, die die Wirtschaftsführer ihres Landes im Großen und Ganzen für vertrauenswürdig halten 19
Indiens Einstufung auf dem Korruptionsindex von Transparency International im Jahr 2009 3,4
Deutschlands Einstufung auf dem Korruptionsindex von Transparency International im Jahr 2009 8,0

brand eins 06/2010

Da enttäuschen viele

Man kann einen Menschen nicht aufgrund seiner Intelligenz beurteilen und nicht daran, wie weit er in dieser verrückten Gesellschaft aufsteigt. Einen Menschen beurteilt man anhand von zwei Fragen: Wie schnell kann er auf die Bedürfnisse anderer reagieren? Und wie viel von sich kann er geben?

Philip K. Dick

Experiment – das Ergebnis

Aloha!

Zunächst mal vielen, vielen Dank für die rege und begeisterte Teilnahme! Leider hat mir nicht jeder, der es versuchen wollte, bis heute Morgen seinen Bericht geschickt. Da ich aber weiß, wie kribbelig die Teilnehmer sind, und inzwischen eine ganze Zahl Beschreibungen eingetrudelt sind, dachte ich, dass ich die Ergebnisse heute publiziere.

Im Großen und Ganzen war es eigentlich interessanter, als ich vorher gedacht hatte. Zu meiner Überraschung haben alle recht lange Texte geschrieben und die meisten haben auch eher beschrieben, wie sie Kaffee trinken und dass er deshalb so und nur so riecht und schmeckt. So gesehen haben wir hier eine kleine Sammlung von Kaffeeritualen.

Um die Spannung etwas zu lüften, beginne ich mal mit dem Text, den ich vor vielen Jahren mal geschrieben habe, um das lecker Stöffsche zu beschreiben:

Totte: Wie schmeckt Kaffee? Er ist dünn-würzig, der Schocher majim, riecht gebrannt und wässrig. Auf der Zunge zieht er bitter, ganz leicht nussig, besonders wenn er von Hawaii stammt.

Weiter geht’s auf der nächsten Seite in der Reihenfolge der Texteingänge!