Lieber Bundeskaiser, …

Wie kann man sich seine Biographie verhunzen.

Thomas Kapielski

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12 Gedanken zu “Lieber Bundeskaiser, …

      1. Niemals nicht.
        Kennse den schon:
        Fragt der Praktikant im Verteidigungsministerium: „Wo isn der Kopierer?“ Antwort: „Auf Truppenbesuch in Afghanistan!“
        Tätäää, tätäää, tätäää :))

        Aber im Ernst: ich find das albern. Und bin auf K-T’s Seite.

        1. Im Ernst? Wenn jemand systematisch nach Strich und Faden bescheißt und die Öffentlichkeit wider besseren Wissens belügt? Und das nicht nur einmal, zweimal oder dreimal? Das hat System bei dem Mistsack.
          Bei mir persönlich kommt hinzu, dass ich mir über Jahre für die Diss den Arsch aufgerissen habe, um eine vernünftige Stelle zu kriegen, die Wichser wie er über die Jahre gestrichen und weggekürzt haben.

          1. Nya, ich sach ma so…abgeschrieben hat jeder von uns schon mal…sogar ich :>> Ich finds einfach albern, wenn sich unsere Politiker lieber über sowas aufregen statt sich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern.

          2. Genau das ist der Knackpunkt, den die Masse nicht begreift, weil sie wie Du keine Ahnung vom Thema hat:
            Es geht nicht um „abgeschrieben hat jeder schon mal“. Es geht darum, dass er sich mit gezieltem Abschreiben und Ghostwriting von öffentlich bezahlten(!) Wissenschaftlern einen Titel erschlichen hat. Es geht darum, dass er ehrenwörtliche Erklärungen abgegeben hat, in denen er beteuert, die Arbeit selbständig verfasst zu haben. Woanders nennt man sowas Urkundenfälschung. Und dass der Oberarsch dann auch noch wider besseren Wissens tagelang die Öffentlichkeit anlügt, setzt dem Ganzen die Krone auf.
            Aber letztlich ist er damit genauso umgegangen wie mit der Kundusaffäre, mit der Gorch-Fock-Affäre, dem erschossenen Bundi in Afghanistan – er wendet immer dieselbe Technik an, um von seinen Schlampigkeiten mit Lügen abzulenken und hinterher müssen andere gehen. Nur nicht er.
            Mich freut nur, dass genau dieses System ihm irgendwann auf die Füße fallen wird. Denn jemand wie er wird immer wieder eine Affäre am Hintern kleben haben. Und irgendwann wird sie groß genug sein, dass er den Hut nehmen muss.

          3. Nya, aber sollte man dann nicht auch, wenn er wirklich wissentlich abgeschrieben hat, auch die damaligen Prüfer zur Rechenschaft ziehen? Immerhin haben die ja die Dissertation auch so durchgehen lassen. Und die Richtlinien für die Note summa cum laude sind ja nun wirklich nicht lasch.

          4. Teils, teils. Ein Prüfer ist ja nicht hauptsächlich gehalten, zu gucken, ob die Prüflinge bescheißen. Er soll den Inhalt der Arbeit bewerten. Genau deshalb bestätigt man beim Examen und bei der Promotion ja auch schriftlich, dass man die Arbeit selbständig verfasst hat.
            Für Detailbewertungen wie summa cum laude gibt es übrigens keine „Richtlinien“. Es ist kein objektiv messbarer Wert, sondern richtet sich nach meiner Erfahrung auch nach dem Verhältnis zwischen Doktorand und Doktorvater. 😉

            Der Doktorvater gibt nebenbei die Note quasi vor, der Zweitgutachter bestätigt sie mehr oder weniger. Die Arbeit müsste zum Einspruch also schon gravierend schlechter sein, als der Doktorvater meint, sonst bleibt es bei dem Notenvorschlag. Und der Rest der Prüfungskommission folgt üblicherweise der Note der beiden Hauptgutachter. Wenn man dann dazu weiß, dass der Doktorvater in diesem Fall schon jenseits des Rentenalters war … ;D

          5. Na, das ist dann doch aber affig. Sogar bei den Facharbeiten in der 12. Klasse auf dem Gymnasium arbeiten die bewertenden Lehrer bei der Kontrolle und Benotung mit dem Internet und googlen diverse Passagen, um zu überprüfen ob einer gemogelt hat. Jedenfalls war das bei mir so.

          6. Absolut au contraire. Und zwar aus Alters- und Reifegründen, aber auch aus Gründen der hehren Wissenschaft.
            An einen Menschen in dem Alter, in dem (in Deutschland) üblicherweise promoviert wird, sollte man gewisse moralische Ansprüche stellen können. Insbesondere wenn dieser Mensch eine wissenschaftliche Karriere einschlägt. Ist die Arbeit Käse (so die Theorie), wird das ohnehin irgendwann von einem anderen Wissenschaftler entdeckt – wie im Fall Guttenberg geschehen.
            Und nicht zu vergessen: Es sind wesentlich andere Maßstäbe auch bei den Textmengen. Prüf mal auf den 500 Blatt (nicht Seiten!) meiner Diss, ob ich da nicht korrekt zitiere. Viel Spaß wünsch ich Dir im Voraus, zumal ein Großteil der Literatur, die ich zitiere, 60 Jahre und älter ist. Du wirst sie also so schnell nicht googlen können.

            Aber mal ein anderes Beispiel: Soviel ich weiß, machst Du gerade eine Ausbildung. Stell Dir einen Kollegen vor, der dieselbe Ausbildung wie Du macht. Er arbeitet aber nie mehr als unbedingt nötig und weil Mami und Papi die Kohle haben, lässt er sich die Abschlussarbeit von einem armen Studenten oder sonst wem schreiben. Er kriegt ne 1 in der Abschlussprüfung, schnappt Dir deswegen einen tollen Job vor der Nase weg. Ist das auch affig?

          7. Hm. Klar ist das dann nicht affig. Objektiv betrachtet. Von meinem persönlichen Standpunkt aus, und das ist nicht arrogant gemeint, interessiere ich mich nicht für das, was andere machen. Aber generell betrachtet hast du Recht.

            Laut den Nachrichten hat die zuständige Universität Guttenberg ja jetzt auch den Titel aberkannt…

          8. Und hast Du dazu mal überlegt, dass Du (wegen des vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages geklauten Texts) auch noch dafür bezahlt hast, dass der Esel sich mit dem Titel geschmückt hat? Und komm mir nicht mit dem Argument, dass Du noch keine Steuern zahlst: Du zahlst vielleicht keine Einkommenssteuer, aber Du zahlst dank Mehrwertsteuer für diesen Staat, seit Du zum ersten Mal einen Groschen in einen Kaugummiautomaten geschmissen oder Dir Colaflaschen von Haribo gekauft hast. Von anderen Steuern (Kaffee, Alkohol etc.) mal ganz zu schweigen.

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