With gloom everywhere I sit and I stare

Gestern bin ich mir selbst begegnet.

Ich hatte gerade Briefmarken geholt und war auf dem Rückweg nach Hause. Als ich bei einer Ampel über die Straße lief, schaute ich nach rechts einem auffällig beklebten BMW hinterher. Da fiel mir auf, dass ich ihn wenige Minuten zuvor bereits gesehen hatte. Allerdings von vorn. Ich schaute weiter in die RIchtung und sah mich selbst vor dem BMW über die Straße gehen. Genau so wie ich kurz zuvor da hergegangen war.

Missgelaunt und unfreundlich wie es meine Art ist, grüßte ich mich selbst natürlich nicht. Warum sollte ich auch? Immerhin hatte ich mich auf dem Hinweg zur Post auch nicht gegrüßt, da konnte ich es mir jetzt ebenfalls sparen.

Auf dem weiteren Weg befragte ich mich selbst, was diese Sichtung womöglich über meine aktuelle Gesundheit auszusagen vermag. Was immer man sagt, ein Zeichen für seelische Ausgeglichenheit ist es sicher nicht.

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91 Gedanken zu “With gloom everywhere I sit and I stare

  1. Und ich fühle mich derzeit wie in Twilight-Zone… Lese Deinen Eintrag, noch keine Kommentare dazu und ich frage mich, ob dieser ernst ist, oder doch einer Deiner so tollen, fantasievollen und (für mich) zum Nachdenken erregenden Texte.

    Wenn es doch ernst ist – dann geh bitte zum Augenarzt oder wende Dich an den Apotheker oder Drogendealer Deines Vertrauen.

        1. Du stellst Fragen! Na … alles. Alles wär schlimm daran. Erst mal würde ich mich fragen ob ich sie noch alle hätte und dann würde ich zu mir gehen und mich ansprechen und vermutlich würde ich mir selber eine auf die Fresse hauen. So ähnlich stelle ich mir das vor wenn ich mir selber begegnen würde. Oder ich würde gucken wie ich mich geschminkt hätte und WEHE ich hab ein besseres Make-up als ich! Oder schönere Schuhe … :DD

          suuuper! solche gedanken muss man nicht am frühen morgen haben! TiS! :>

          1. Und wenn wir was unterschiedliches trinken? Also Lilith 1 trinkt Schnappes und Lilith 2 Bier. Geht das überhaupt, oder müssen wir dasselbe trinken? :DD

          2. Aber vielleicht bist Du die Lilith aus der Vergangenheit. Vielleicht triffst Du die Lilith aus der Zukunft. Eine inzwischen abstinente, fast nonnengleich lebende Moralapostelin. :))

          3. Ich mein doch die Lilith aus der Zukunft. Wer weiß schon, wie die drauf ist. Vielleicht klaut sie ja auch Mundharmonikas. :))

          4. Die Zukunfts-Lilith wird NIIIEEEMAAALS eine Moralapostelin werden, dafür säuft und *hust* die viel zu gerne. So. Und Mundharmonikas fand die schon immer doof. :>>

          5. Ja, aber wenn du doch schon WEISST wie dein Arsch aussieht, dann wärs ja auch nicht schlimm wenn … ach, vergiss es. Totte ist SCHULD! Sonst käm man gar nicht erst auf so bekloppte Gedanken. 🙄

          1. Was hat sie denn gesagt?
            Die andere Lilith hab ich gerade inner Küche getroffen, die wollte mir meinen Instant wegsaufen. Kannste dir ja vorstellen wie die jetzt aussieht. :>>

          2. Beim Gyros? Öhm, ich muss zugeben, dass ich dafür eine Mischung nehme. Hauptsächlich sind aber Salz, Pfeffer, Knoblauch, Oregano und Thymian drin.

          3. Sie sagt, ich soll´s Maul halten, sie ist zu sehr mit sich selber beschäftigt.

            Hauptsach´, Du hast Deinen Blinddarm noch. :))

  2. Ich finde es toll, wenn du dir selbst zusehen kannst. Hoffentlich langweilst du dich nicht … also mach mal was ganz Aufregendes, für dich, ja? Briefmarkenholen ist ja nicht wirklich Chili auf dem Lebenseintopf … 😉

  3. Guck doch in Zukunft freundlich in die Welt. Es ist viel schöner in freundliche Gesichter zu schauen und wenn es dann noch das eigene ist… 😉

    Im ÖPNV sieht man oftmals die gleichen Gesichter immer wieder, freundliche, unfreundliche, ausdruckslose, verwirrte, zufriedene Gesichter. Irgendwie gehören sie dazu. Wenn eines plötzlich fehlt, fällt das auf. – Urlaub? Krankheit? Verändertes Fahrverhalten? … Interessant, dass man Menschen vermisst, von denen man nichts weis.

    Ach, falls du dich wiedersiehst, frag nach den Lottozahlen. 😀

    1. Freundlich allein ist nicht der Kernpunkt. Wichtiger ist, dass die Freundlichkeit ernst gemeint sein muss. (Stichwort: das falsche amerikanische Dauerlächeln.)
      Wenn ich also nicht für mich freundlich sein kann – und dazu fehlen mir derzeit zahlreiche Gründe – wäre es unehrlich und falsch.
      Und ich hasse nichts mehr als Unehrlichkeit. Damit kann man mich schnell zum Feind machen.

      @ ÖPNV: Stimmt, diese Beobachtung hab ich auch schon bei mir gemacht. Wenn dann „fehlende“ Gesichter nach ein paar Wochen wieder auftauchen, freut man sich richtig. 🙂

      1. Wohl wahr, hohles, maskenhaftes Dauerlächeln ist keine Freundlichkeit, es ist nur Fassade. Davon gibt es schon genug – schöne, hässliche, bröckelnde…

        Auch wenn rundherum viel Mist passiert, mag dich selbst, du bist dir selbst der Nähste. Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht.

  4. cool….wenn ich drei Wünsche frei hätte, wäre einer davon…mir selbst zu begegnen….
    Ich wollte schon immer wissen, was ich von mir hielte, würde ich mich auf der Straße sehen…

    Ich beneide dich!

      1. ich würde sowieso nix mit mir reden….fände mich wahrscheinlich total unsympathisch…aber wissen möcht ichs trotzdem….

        ist „ja gut“ jetzt das neue „echt jetzt“?

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