The Picture Has a Moustache

Neulich bin ich ja aus allen Wolken gefallen. Ich liege so nachts in meinem Himmelbett, voll am Schlafen, wie es so meine Art ist, und dann wach ich so auf und hör so Geräusche: klimper, klamper, klumper.

Ich denk so, das kann ja nur Passepartout sein, kann er nur. Aber dann, so nach ein paar Minuten voll Nachdenkens, fällt mir plötzlich ein: Nee, das kann er nicht sein, ich hatte ihn doch mit dem Maultier raus auf den Landsitz geschickt, damit er meine Leibeigenen presst agrarischen Freunde besucht. Ich also aufgestanden und so. Nehme mir son Säbel von der Wand, wie sie eben so bei mir an den Wänden hängen, so über Kreuz und Ort nach oben und so. Ach ja, vorher hab ich mir noch son Morgenmantel übergeworfen, den ich damals meinem Zen-Meister in so einem fairen Zweikampf abgerungen hatte (wer etwas von Haarziehen und tausend Nadeln gehört haben sollte: Das sind nur so böse Gerüchte, die meine Feinde so aus Neid streuen!).

Tja, und dann tapere ich durch die Gänge von Totte Mansion. So taper, taper und so. Plötzlich wird das Geräusch voll laut und ich mach so Licht an und so. Da steht sie vor mir – die Katze! Die gefürchtetste Einbrecherin nördlich der Sahara oder so. In der Hand ihre gemeingefährliche Armbrust, mit der sie meine High-End-Alarmanlage aus einem P.M.-Bausatz einfach so ausgeknockt hat. An den Armen schon die besten Stücke meines wertvollsten Bestecks (IKEA 365+ aus dem seltenen Jahrgang 1991).

Tja, und wie ich mein Besteck wiederbekommen habe und was die Katze dafür machen musste, damit ich von ner Anzeige und so absehe … das erzähle ich beim nächsten Mal.

Vielleicht.

Die Katze im Moment, als ich sie ertappe. Die hat sich vielleicht geschämt!

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Brummkreisel

Schnell weg da, weg da, weg
Macht Platz, sonst gibt’s noch Streit
Wir sind spät dran und haben keine Zeit

Schnell weg da, weg da, weg
Es tut uns furchtbar leid,
Wir schaffen’s kaum, der Weg ist ja noch weit

Wir müssen rennen, springen, fliegen, tauchen,
Hinfall’n und gleich wieder aufstehn
Wir dürfen keine Zeit verlieren
Können hier nicht stehn, wir müssen gehn

Ein ander Mal sehr gern
Dann setzen wir uns hin
Und reden über Gott, Lotto und die Welt

Na denn, mach’s gut, bis bald
Es hat jetzt keinen Sinn
Wir müssen dringend los, denn Zeit ist Geld

Wir haben kein Minütchen, kein Sekündchen mehr,
Wir müssen uns beeilen
Komm, leg dazu noch einen Zahn
Es ist für uns die höchste Eisenbahn

Schnell weg da, weg da, weg …

Hermann van Veen

Hui Buh

Ähnliche wie die Tragödie unser Weg ist, um aus Not, Leiden, Anmut, Entsagung, Untergang usw. erhebende Genüsse und Freude zu gewinnen (so wie der Kaktus nur „aus Angst“ blüht), so muss der Mensch sein Schicksal (und das eigentliche Schicksal ist nichts als unsre Dummheit und Schranke) besiegen im Spiele des Witzes, der Satire und der Ironie. Wir sind Gefangene in Ketten. Die Ketten sind unablegbar. Aber wir können mit ihnen Musik machen.

Theodor Lessing

Quaaaak!

Wer lachen will, sollte das hier lesen:

Eines Abends saßen meine damals achtjährige Tochter Mulan und ich bei unserem Lieblings-Thai. In diesem Restaurant kannten wir den Küchenchef, der uns diesmal Froschschenkel in Peperoni empfahl. Wir lehnten höflich ab. Mulan begann zu erzählen, in der Schule würden sie Frösche durchnehmen. Sie müsse dazu ein Referat halten: „Also, Mama: Zuerst legen die Frösche Eier in einen Teich. Dann werden die Eier zu Kaulquappen und dann werden die Kaulquappen zu noch mehr Fröschen.“

Der ganzen Text von Julia Sweeney findet sich hier.