Tottes kleine Filmkritik: Ohne Limit

Ein durchaus interessanter Film über eine Droge, Paranoia, Geld und Reichtum, in dem u. a. Robert de Niro einen herrlich skrupellosen Arsch spielt, dabei ein Film, der seinen großen Bezug dem aktuellen Thema Neuro-Enhancer, also der Leistungssteigerung des Hirns, verdankt – oder war es umgekehrt?

Fazit: ganz nett und guckenswert

Kennich

Wenn ich mit noch jemand am Tisch sitze, hat sich der Kellner mit den Bieren verzählt und meins vergessen. Rufe ich nach dem Essen „Zahlen!“ – eigentlich ein Zauberwort, sollte man meinen –, putzt sich die Bediene die Nase, spielt mit dem Kneipenhund Blindekuh, flirtet mit dem abgerissensten Penner und zieht sich den Lidstrich nach, bevor sie meine Zeche plus 15 Prozent Trinkgeld in Empfang nimmt – undankbar selbstverständlich, weil sie nicht wechseln kann.

Frank Schulz

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Ein mit mir befreundetes Ehepaar war mal zu Studienzeiten mit dem Golf an der holsteinischen Ostseeküste. Weil sie irgendwie nix Günstiges zum Übernachten gefunden hatten und nicht wild zelten wollten, haben sie eine Nacht kurzerhand auf einem Parkplatz im Auto gepennt.
Morgens wurden sie geweckt, als am Wagen ein älteres Paar herumlief, so Typ Lodenmantel, anbei natürlich der obligatorische Rauhaarteckel. Der Kerl dieses älteren Pärchen wies auf meine Freunde und sagte zu seiner Ollen: „Guck mal, Erna, Trickdiebe.“
Jahre später entdeckten meine Freunde T-Shirts, auf denen riesig „Trickdieb“ stand, die sie natürlich sofort kaufen mussten.

Ein Pferd

Nach Frank Schulz

Salambo. Nachtshow. Auf der Bühne steht der Star des Abends, Manfredo del Stendo. Manfredo ist splitternackt bis auf weiße Handschuh und hat einen Steifen. Ihm gegenüber, auf einem langen, samtbedeckten Tisch, liegt ein Krokodil.
„Meine Damen und Herren! Ich werde jetzt meinen Schwanz in das Maul dieses Untiers stecken, ihn wieder herausziehen und es wird ihm – NICHTS passieren! … Wohl an!“
Don Manfredo schiebt seinen Schwanz bis ans Heft in das weit geöffnete Maul des Untiers, das Untier schließt die meterlangen, runzligen, dolchzahnbewehrten Kiefer und … gelähmte Stille … Man kann die Stecknadel im Heuhaufen hören. Das Publikum hält den Atem an. Und PLÖTZLICH haut Manfredo dem Krokodil kurz und trocken zwischen die Augen, das Maul geht auf, der Schwanz kommt unversehrt und in voller Pracht zum Vorschein.
Prasselnder Ablaus. Doch Manfredo wehrt bescheiden ab.
„Nun – wer von Ihnen, hochverehrtes Publikum“, sagt der große Manfredo, „möchte denn das auch mal probieren?“
Betretenes Schweigen. Die Herrn der Schöpfung kauen auf Fingernägeln, pfeifen unaufällig und täuschen Migräne vor, die Damen stoßen spitze Schreie aus. DA! Meldet sich ganz hinten, in der Ecke, ein kleines altes Frollein.
„Tschä, ich würd däs jo mächn, junga Mann. Obä nich so doll zwüschen die Augn haun!”

Hochdeutsch von Totte