Krisikooo

Neulich im Pizzaladen war es unangenehm. Es gab sozusagen sozialen Druck. Da komm ich mit zwei Kumpels in eine Pizzothek, der eine bestellt drei Bier (wollte was feiern und daher ausgeben), der andere bestellt eine Pizza Margherita und meinereiner eine Pizza Salami. Nebenan beginnt baldigst ein Konzert.

Unsere Fladen rösten bereits im Ofen, wo sie sehnlichst darauf harren, von uns oral wertgeschätzt zu werden, da spült es nach uns eine Reihe weiterer Menschen in die Pizzerei. Das erste Paar wünscht ebenfalls, einen kleinen Snack sich zu genehmigen und bestellt (Pizza Funghi und Salami). Der Pizzabäcker nimmt die Bestellung auf, serviert meinem Kumpel und mir aber zunächst, bevor er sein Metier beginnt. Kumpel und ich essen derweilen. Plötzlich schmirgelt der Bäcker sich aus seiner Theke raus und schlängelt gen Paar.

„Salami“, so seine flüstrige Rede, als bespräche er Freimaurergeheimnüsse, „reicht bestenfalls für eine halbe kleine Pizza.“ Erste lüsterne Blicke richten sich auf meinen wurstbescheibten Teigfladen. Der Salamist No Zwo ändert daraufhin ebenfalls in eine Funghi.

Da strudelt es auch schon die nächsten Konzertbesucher in die Mehlkemenate; immer dem Teigduft nach. Diesmal sind es gleich drei Langhaarige. Wieder fordert die Bestellliste wenigstens eine Pizza Salami ein, die selbstverfreilich genauso wenig erzeugt werden kann wie zuvor. Und wieder ernten wir – mein Teller und ich – Blicke. Mein Teller begehrende, ich mehr so neidisch-böse. Ja sogar missmutig und beladen.

Was tun? Die bereits angesäbelt-zerhackstückten Reste wildfremden Leuten offerieren, die ihrem faziellen Ausdruck zufolge keineswegs Gutes mir wollen, sondern mehr so Schaden und Schabernack?

Wir drei speisen und speisen und trinken und speisen, zahlen & verschwinden gen nebenan.

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26 Gedanken zu “Krisikooo

  1. Du hast eindeutig eine Begegnung der subversiv-neidisch-gefährlichen Art mit der berühmt-berüchtigten Salamipizza-Mafia gehabt. Nur gut, dass du das überlebt hast. Anscheinend waren die Gangster nicht hungrig genug und habe dir sowohl deine Pizza als auch dein Leben gelassen. *Puh!* Glück (und Pizza) gehabt! :DD

      1. Ich kann sie mir lebhaft vorstellen. Ist ja kein Wunder bei neidisch-bösen Blicken. *grusel* Vermutlich haben kleine, zähnefletschende Teufel mit glühendem Dreizack in den Augen der hungrigen Kundschaft gefunkelt. :DD

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