DocTotte präsentiert: Die fünf schönsten Filmrisse

Der heutige Filmriss entführt in die exotische Welt der Heavy-Metals mit all ihren Schweiß- und Schnapsgerüchen. Ich präsentiere Platz …

2. Im Notes, einem abgesifften Metalschuppen in einem weniger gentrifizierten Stadtteil E-Towns, gefeiert. Der Drogenpapst bestellte sich da zur Happy Hour gewöhnlich ein Tablett voll Wodka, ich selbst trank eher das unangenehm verdünnt schmeckende und einen wirklich bösen Kater verursachende Bier aus dem Zapfhahn. Hinten gab es einen nicht mehr brauchbaren Billardtisch, der vom DJ und sonstigen Personal kaum eingesehen werden konnte. Also feierten wir ausgerechnet hier besonders ausgelassen. Kumpel M. tanzte zum Beispiel mal auf dem Billardtisch und versuchte dabei, mit bloßen Fingern die Discobeleuchtung herauszuschrauben (dass er sich die Finger verbrannte, merkte er erst mit Zeitverzögerung). Ich selbst versuchte dagegen einst, vor einer der Boxen eine Beavis-und-Butthead-Folge nachzustellen. Darin steht einer der beiden direkt vor dem Fernseher, der ein Panthera-Video darstellt, und brüllt dazu, der Ton möge lauter gestellt werden. (Seit diesem Abend höre ich rechts übrigens auffallend schlechter, ein Zusammenhang sei nicht ausgeschlossen.) Der Filmrissabend, von dem ich aber eigentlich berichten wollte, hatte etwas mit erst aus Versehen, später mit Absicht vergossenem Bier zu tun, auf dem man hinter dem Billardtisch herrlich herumrutschen konnte – bis ich mitsamt Faust in einer Wand des Notes versunken bin. Wie ich genau nach Hause gekommen bin, weiß ich nicht mehr, vermutlich habe ich mit leeren Bierdosen Fußball gespielt oder Schlimmeres angestellt. Das kindkopfgroße Loch in der Wand wurde schließlich von einem anderen Kumpel (erstklassiger Maler/Renovierer seines Zeichens!) gerichtet, wofür ich ihn in Flüssighopfen entschädigte.

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44 Gedanken zu “DocTotte präsentiert: Die fünf schönsten Filmrisse

  1. Super Serie. Mit dem Urknall + schwarzem Loch – in welchem Hirnbereich/Universum auch immer.

    Neidisch: ICH. Denn der Zweite mit so einer Idee zu sein, rangiert quasi zwischen Guttenberg und Kim Schmitz.

    Ich geh jetzt mal: Geld drucken und in mich sowie in die Wüste. Tief betrübt, Heuschrecken goutierend, wie es sich gehört.

    1. Je nun, ab und an hat man eben eine nette Idee. Trotzdem finde ich, dass nichts dagegen spricht, wenn auch andere ihre Filmrisse posten. Lustig bleibt’s ja allemal. 😀

        1. Nicht im Notes. D.h. vielleicht ist mir mal ein Glas oder so runtergefallen, das möchte ich nicht ausschließen.
          Ja: Z. B. Telefonbücher … hö-öm … Antennen, Außenspiegel, Kühler …

          1. :)) Ich glaube, die Strafe für mutwilliges Auseinanderreißen unschuldiger Telefonbücher verjährt ziemlich schnell 😉

            Ich hatte auf dem Gymnasium einen Klassenkameraden, der im besoffenen Kopp gerne mal alles umdekoriert hat (wenn man eine Privatparty gefeiert hat) – da hat er einfach irgendwelche Sachen von A nach B geschleppt. Fand er nämlich besser so, wenn der Toaster jetzt im Badezimmer auf der Waschmasch steht – Wenn man beim Kacken mal Hunger bekommt! (ja, er konnte sein Handeln dann sogar noch mehr oder weniger sinnvoll begründen!)

          2. Das wirkt nur aus der Perspektive so. Aus der anderen Perspektive wirken reine Dorfkinder oft eher so, dass sie zu bestimmten Terminen ohne Halten durchdrehen müssen – vermutlich weil sie nicht permanent Dampf ablassen können. ;D

  2. Gleich neben deinem Loch hatte ich ein noch größeres reingesemmelt, als der Pipo mich beim Pogen auf dem falschem Fuß erwischt hat.
    Mr.R alias Fidel Castro hatte beide Löcher super zugespachtelt.
    Im Notes hatte ich einige Blackouts erlebt.

    1. Du auch? AM SELBEN ABEND? :DD
      Das wusste ich gar nicht. Da war der Fidel aber schnell gewesen mit dem Putz, wollte wohl noch etwas üben. :))

      O ja, das waren noch Zeiten.

      Erinnerst du dich noch an den Flipperkollegen, den Martin und ich manchmal dabei hatten? Den hab ich neulich zum ersten Mal seit fast 15 Jahren getroffen. Dem gehts gar nicht gut, hat inzwischen Epilepsie, sich deswegen ewig durchs Studium geschleppt und muss jetzt doch abbrechen.

      1. Ich meine das war das WE darauf,und ich wurde auf frische Tat vom DJ erwischt. Deshalb muste ich den Fidel engagieren.

        Der übelste Filmriss den ich dort erlebt hatte, endete in dem ich auf der Sitzbank hinter dem Billiardtisch wach geworden bin weil mein ganzer Arsch naß gewesen ist.
        Wie ich schnell feststellte war es Pisse. Dach konte es nicht meine sein, da fornerum bei mir alles trocken war.
        Erst als ich am anderem ende der langen Bank, die wohl etwas schief stand, den Stadtbekanten Bettnässer Mr. Gatto endeckte,wurde mit alles klaar.
        Auf der Bank bin ich danach nie wider eingeratzt.

        War das der Typ mit ner Feder als ohring?

        1. Vom DJ? Der dachte wahrscheinlich, dass Du auch mein Loch verbrochen hattest. :))

          Gatto? Der ist einer von der Gummilakenbrigade?

          Nee, der hat nie nen Ohrring getragen, soviel ich weiß. Son recht großer Typ, schwarze Haare, damals etwa kinnlang, später länger (heute sogar länger, als ich sie hatte). Er konnte mit einer Mark zwei Abende am Stück den Addams-Family-Flipper blockieren, was bei den beiden einzigen Frauen im Laden regelmäßig für Unmut sorgte. Aber er bekam wirklich ein Freispiel nach dem anderen. Der heilige Martin sei mein Zeuge! :))

          1. Wer weiß, vielleicht seh ich ihn mal wieder. Hab ihm meine Karte gegeben, er wollte sich mal melden.
            was er allerdings noch nicht gemacht hat.

          2. Womöglich erkenne ich ihn wider wenn ich den vor mir stehen sehe.

            Und noch zur Mr.Gatto. Du hast ihn wohl nie bei dir übernachten lassen, sonst wüstest du Bescheid.

  3. Nein das war der Eugen. Und der hat nicht im schlaf die Miktion verrichtet, sondern im Delirium oder besser gesagt Wahn den Sesel mit einem Pissuar verwechselt. =D

      1. Mag sein das ich mir an dem Abend nicht die volle kante gegeben habe. Ich schlief auf dem Sofa und bin geweckt worden von den Geräusch des abpralenden strahls an dem Ledersesel.

          1. nein, sind sie nicht. sie hat ihm seine weihnachtsgrüße mit ner süffisanten mail beantwortet, dass sie jetzt „endlich den richtigen“ gefunden hätte. tja, stil hat man oder man hat ihn nicht. egal, zurück zu den sesseln: ich weiß, dass es da diskussionen gab. 😉

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