Fehlgenreinigung

Gestern haben wir Small Talk geübt, doch was kommt danach? Richtig, kuscheln. Das ist eigentlich gar nicht so schwer, man muss nur ein bisschen Körperkontakt ertragen und … hallo? Bleibt ihr vielleicht wach, wenn ich euch was zeige? Unverschämte Bande!

Er schnarcht, er schnarcht nicht, er schnarcht …

Es düngt mich …

Ach wie wichtig ist es doch, Small Talk zu üben und bei der rechten Gelegenheit anzubringen. Freunde, wer das weiß und praktisch trainieren möchte, dem kann jetzt in Totte Mansion geholfen werden. Ich hab Passepartout eine Perücke und Schuhe mit Absätzen besorgt (danke, Lilith!), sodass er euch als charmanter Plauderpartner ohne Ahnung von irgendwas leibhaftig zur Verfügung steht.

Selbstverständlich werden geistreiche Getränke gereicht und leckere Schnittchen mit Ei. Mit Ei und Wurst.

Prösterchen, Fräulein Kawuppke, auf Ihre wohlgeformte Milz!

Du kommt in Schandhaft

Wer mich kennt, weiß, dass ich die Stadt Düsseldorf bisher recht kritisch gesehen habe. Diese Heititeiti-Oberflächlichkeit, Mietpreise, die so so absurd sind, dass man schon wieder lachen muss (nur wohnen kann man da eben nicht) und nicht zuletzt das sogenannte Alt-„Bier“ schreckten mich immer wieder ab, länger als 8 Stunden am Stück an diesem Ort zu verweilen. Freilich wusste ich längst, es einige sehr gute Restaurants gibt (wer Interesse an einem super Tipp hat, möge fragen). Jetzt musste ich aber etwas entdecken, was mich neidvoll erkennen lässt, dass Düsseldorf einfach Stil hat, und zwar ohne ie.

Ja selbst in seinem Outlet weiß der Düsseldorfer stets Haltung und gutes Aussehen zu wahren. Ihr glaubt mir nicht? Okay, hier der Beweis.

Düsseldorf. Exklusive Outlet-Stores, wohin das Auge blickt. Chapeau, ich muss stehend applaudieren, wenn ich sowas sehe.

Komm, Mandantin

Was man so alles entdeckt, wenn man sonntags halbwegs aufmerksam durch Städte bummelt.

yoga-saufen
Draufklicken zum Vergrößern.

Bevor hier jemand rumtrötet: Ich hätte die Postkarte sehr gern gekauft und an liebe Freunde versandt, aber leider hatte der Laden zu (Servicewüste Deutschland!). Deshalb kann ich nur mit diesem läppischen Foto durch eine böse Scheibe dienen.

Kauf mich!

Online-Einkäufe sind fraglos was Feines. Wer zielgenau Dinge sucht, die er gern erwerben möchte, wird meist zügig fündig. Dabei hat man beste Möglichkeiten, Preise in der ganzen Welt zu vergleichen – wenn es sich angesichts der Versandkosten auch nur selten lohnt, eine Hose aus China oder ein Buch aus San Francisco kommen zu lassen. Trotzdem merke ich mehr und mehr, wie die Online-Shops eine Kaufkultur abwürgen, die vermutlich längst in den letzten Zügen liegt.

Zugegeben, eigentlich sollte ich perfekter Online-Kunde sein. Wie die meisten Männer habe ich üblicherweise VOR dem Kauf sehr genaue Vorstellungen, was ich haben möchte. Ohne Online-Shops stieß man da früher schnell an die Grenzen. Da hieß es oft genug: „Okay, das und das krieg ich nicht, aber das da sieht eigentlich viel interessanter aus!“ Die einzige Alternative war, nach Hause zu gehen, ohne überhaupt etwas zu kaufen. Das machte zwar weniger Spaß, sparte aber Geld im Vergleich zum Online-Shopping, wo man ja praktisch immer fündig wird, wenn man lange genug sucht.

Noch spannender war beim echten Einkaufen, Dinge zu entdecken, die man überhaupt nicht auf der Rechnung hatte. Dinge, die mit dem, was man eigentlich suchte, rein überhaupt gar nichts zu tun hatten. Sei es, dass man zufällig am Schaufenster eines Ladens vorbeikam, den man eigentlich gar nicht besuchen wollte. Sei es, dass man auf der Suche nach dem Wunschprodukt an einem Regal vorbeikam, in dem man plötzlich etwas total Aufregendes sah, das man sonst niemals gefunden hätte.

Sicher, auch Online-Shops versuchen da Lösungen anzubieten: „Kunden, die x kauften, kauften auch“ oder „Kunden, die y kauften, betrachteten auch“. Aber mal ehrlich, was ist das immer für ein schwachsinniger Algorithmus? Entweder sind die Verbindungen in Online-Shops offensichtlich (z.B. Handy + Handytasche oder alle Bücher eines Autors) oder die Verbindungen sind absolut abwegig, aber trotzdem unzutreffend. Gegen die menschliche Fuzzy Logic beim realen Einkauf kommt eben nichts an.

Nebenbei: Ans Anfassen, Riechen, Tasten, Drücken, Fühlen kommen Online-Shops eben auch nicht ran. aber das ist ja wieder ein anderes Thema.