Tottes Kochtipp

Zurzeit bin ich – warum auch immer – etwas unlustig, wenn es darum geht, neue Rezepte auszuprobieren. Es liegt ein wenig an der fehlenden Zeit, aber auch daran, dass mir neue Rezepte vor allem dann Spaß machen, wenn ich jemanden bekochen darf (und dazu fehlt mir quasi wiederum die Zeit).

Aber ich wäre ja nicht der allmächtige DocTotte, wenn ich nicht aus dieser Not eine Tugend machen würde: Ich experimentiere nämlich. Das heißt, ich koche in jüngster Zeit fast nur Sachen, die ich aus dem Effeff beherrsche, die ich sozusagen im Schlaf zubereiten könnte – und arbeite mit den Zutaten, ich behandle sie anders. Mal schneide ich das Gemüse anders (ich finde es extrem erstaunlich, wie verschieden es allein dadurch schmeckt), mal packe ich das Gericht in die Pfanne statt in den Ofen. Auf diese Weise leben manche Rezepte ganz neu auf, bei anderen weiß ich jetzt, dass ihre „übliche“ Variante das Optimum ist.

Solche Experimente kann ich nur jedem empfehlen, sie sorgen nicht nur für Kreativität in der Küche, sondern trainieren auch die Geschmacksknospen, weil man am Ende des Experiments viel bewusster isst.

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22 Gedanken zu “Tottes Kochtipp

    1. Ja, wenn es gekocht, gebraten oder gebacken wird. Wenn Du es roh isst, ist es natürlich relativ egal. Durch die Hitzezufuhr schmeckt es je nach Erhaltung der Fasern anders. (Das Beachten der Faserrichtung ist nebenbei eine Basis der asiatischen Küche.)
      Simples Beispiel: Nimm Dir drei Zwiebeln, eine schneidest Du in kleine Würfel, eine in Ringe, eine in so grobe Achtel. Jede Zwiebel brätst du kurz (nachheinander!) in der Pfanne an. Und dann lass Dich mal überraschen, wie verschieden die schmecken. 🙂

        1. Du kannst ein ähnliches Experiment mit Fleisch machen, aber da wird der Unterschied vor allem darin bestehen, dass der eine Schnitt sehr trocken und der andere saftig ist.

      1. :>>

        Scheibe Körnerbrot. Bloß kein Toast! Darauf in Scheiben geschnittener Mozzarella. Diesen mit Balsamico beträufeln. Aber wirklich nur träufeln. Dann die Eier. Zwei Stück. Vorsichtig aufschlagen. Eigelb muss ganz bleiben! Von der 1. Seite etwas länger, von der anderen etwas kürzer anbraten. Beim Wenden die beiden Spiegeleier trennen. Dann damit aufs Brot. Klein geschnittene Lauchzwiebe obendrüber. Fertig.

        Alternativ zum Mozzarella kann man auch gebratenen Speck nehmen :yes:

  1. ich kann mir das irgendwie gerade nicht so richtig vorstellen. hast du ein beispielgericht, was vorher wie immer gekocht gut war und hinterher anders gekocht besser war?

    1. Am Wochenende hab ich zum Beispiel mit der Basic Tomato Sauce von Henry Hill experimentiert. Die Zwiebeln bieten allerlei Möglichkeiten der Zubereitung und auch mit den Tomaten kann man fleißig arbeiten. 😀

      1. ich bin jetzt kein zwiebelfreund, aber als beispiel kann das gericht ruhig herhalten.

        ich müsste jetzt allerdings wissen, wie es „normal“ zubereitet wird und was du dann bei deinem experiment geändert hast. ich kann mir nämlich nach wie vor nicht wirklich was drunter vorstellen.

        1. Zwiebeln in kleine Würfel schnibbeln, Tomaten (häuten) und ebenfalls in kleine Würfel schneiden (zur Not geht auch ne Dose Pizzatomaten, die sind meist besser als die Dreckstomaten, die man an der Gemüsetheke im Supermarkt bekommt, deshalb kauf ich sowas eher auf dem Markt).
          Eine Pfanne erhitzen, Olivenöl reingeben, die Zwiebeln kurz anbrutzeln. Wenn sie schon etwas Farbe bekommen haben, die Tomaten dazugeben und das ganze bei kleiner Flamme etwas durchziehen lassen, dabei regelmäßig umrühren. Falls sich ein Tomatenschaum bildet, kann man den auch vorsichtig abschöpfen, weil der manchmal Bitterstoffe enthält. Wenn die Soße gut durchgezogen ist, etwas schwarzen Pfeffer grob in die Pfanne mahlen, eine Prise Oregano drüber und dann noch etwas frisch gehacktes Basilikum drauf (wenn es gar nicht anders geht auch TK).

          Die Soße kannst Du grundsätzlich in vielerlei Weise ausbauen. Mit einer ordentlichen Portion Chili wird es schnell eine Arrabiata, mit Speck und anderem Gedöns wirds ne Amatriciana.

          Beim Experiment am Wochenende hab ich vor allem die Zwiebeln anders geschnitten: mal in Ringe, mal in Achtel – das ändert den Geschmack gewaltig. 😀

          1. grundsätzlich wandle ich solche grundrezepte immer und gerne ab mit dem, was noch da ist und vielleicht rein passt. in diese soße hätte ich jetzt z.b. ein bisschen frischkäse gegeben, den ich noch im kühlschrank habe. zucchini passen auch sehr gut. oder kleine shrimps. die möglichkeiten sind gar grenzenlos! 😀

          2. Eben. Man kann auch super einen Schuss Sahne reinpacken oder Rotwein oder eine Zucchini, in Streifen geschnitten, oder, oder, oder 😀

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