Der Papst in Mönchengladbach (Skizze aus einer niederrheinischen Bäckerei)

Im hinteren Bereich einer Bäckerei sitzt ein älterer Herr, typisch deutsches Äußeres, und parliert mit einem jüngeren Herrn, der ostmediterran wirkt.

Der ältere Herr: „… isch war ja schomma in Siedä jewesn. Dat war wirklisch scheng! Aba watta grad in Istannbull abjeht, dat kanndo wirklisch net anjehn!“

„Nee, dat is escht schlimm.“

„Aber da sullnse ma waaten, bis dattat Volk hier och offsteht. Dat kann net waa sein. Du kennssoch dat Ali, dem Iracker?“

„De Werkstatt?“

„Jo, jenau denn. De höddoch jetz eng Fotto vun demm Pabst in sing Fenster steen. Da habbisch jestaunt, aber dem Ali, dat is doch jlatt christlischer Iracker. Also, sunne Sunnitt oder sowatt.“

„Ja, isch bin ja och Allewitt.“

„Aba dat musse dem Ali lasse, der maat immer fähre Preise. Wuanners wirsse bloß beschissen, aber bei dat Ali krisse, watte brauchs und zahls no weniger.“

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16 Gedanken zu “Der Papst in Mönchengladbach (Skizze aus einer niederrheinischen Bäckerei)

          1. Früher, ja früher war alles früher. Aber nicht besser. Manche Sachen waren früher gut und sind es heute nicht mehr. 😛

        1. Ob das so perfekt ist, weiß ich leider nicht, weil ich nicht aus Mönchengladbach komme. Leute von dort werden sicher einiges zu mäkeln haben, aber ich konnte mich nur annähern. 🙂

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