Was ist hier mit der Überschrift passiert?

Gestern vorm Folkwang-Museum. Mann A und Mann B schauen durch ein Fenster auf ein Bild.

Mann A: Datt soll Kunst sain?

Mann B: Klar. Wenn Kunst von Können kommen würde, hieß ett ja … äh … ich mein, eigntlich heißtett ja, Kunst heißt Kunst, weilett von Können kommt, sonss hießett ja Wunst …

Ich muss den Drucker repapieren

Ach, wie war es doch immer schön, wenn es etwas von DM-Quadrat gab. Das muss sich auch M gedacht haben, der Hübschere der beiden Ms, als er neulich in einem bildgewaltigen Ausbruch sich zur Euro-Krise zu äußen berufen fühlte. Er griff sich aus seiner Schmuckdose den größten Diamanten – diesen einen dicken Brocken, ihr wisst schon, den schweren – und schnitt daraus ein Kunstwerk von unvergleichlicher Schönheit.

Mittels zweier Delphine, die aus dem Stein hervorwachsen, und einer fast leeren PVC-Flasche (ehedem mit einer Abart des Sambals befüllt) gelingt es dem Meister (Meister. Mit M wie M.), ein unverschämt brutales Stück an aktueller politischer Kritik anzubringen, weswegen das gute Stück auch „Die Euro-Quetsche“ benamst ist. Ich meine zu Recht, und damit stehe ich garantiert nicht allein auf dieser bemitleidenswerten Welt, die erst durch die qualitätvollen Arbeiten dieses Fluxusgottes ein klein wenig lebenswert wird. M, der ja nicht nur durch seine ungewöhnlichen Ticks seit Jahren aneckt, hat sich entschieden, die Euro-Quetsche ausschließlich als Installation zu präsentieren. Dazu hat er selbstpersönlich aus einer 12 cm mächtigen Platinplatte einen Untergrund gestaltet und eine von ihm eigenmächtig mundgeschöpften, chlorgebleichten und fußgerollten Küchenrolle, die das Kunstwerk zu einem göttlichen Szenario werden lässt, dass einem die Tränen des Glücks in die Augen schießen.

Guten Abend.

Aus einem einzigen Diamanten geschnitten wiegt die Euro-Quetsche immer noch rund 5000 Karat. Die Strahlung im Hintergrund wird durch Striche eines plutoniumverseuchten Eddings erzeugt.

Onkel Tottes praktische Lernhilfe

Wie oft kömmt es vor, dass man es vergisst: „Wie groß war noch mal DIN A3?“ Eben – ständig. Bände würde es füllen!Und damit das nicht noch einmal geschieht, hab ich in meinem Kellerlabor nächtelang an einer heimtückisch Lösung gewerkelt. Untenstehend in Figur a das Ergebnis. Und müht Euch nicht, ich hab die Lernhilfe längst beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet!

Figur a erinnert mich irgendwie an etwas …

Ich war mal holzschnittartig

Ja, ich gestehe es, ich weiß nicht mehr, wem ich versprochen habe, nach den Drucken des Holzschnittes zu suchen, den ich mal mit um die 20 angefertigt habe und der mein eigenes Ponem in damaliger Form zur Schau stellt. Aaaber, ich habe eines der Blätter endlich wiedergefunden und deshalb werde ich Euch heute vorstellen, wie ich vor bald 20 Jahren ausgesehen habe.

Wie sich das für einen kunstinteressierten Jüngling gehört, war ich natürlich sehr angetan von Leuten wie Warhol, insbesondere von seinen seriellen Arbeiten, zu denen selbstverständlich auch Kleckser, Ungenauigkeiten etc. gehören. Leider hatte ich zu Hause keinen Siebdruck, bekam aber irgendwann von meinem Opa einen Satz Schnitzmesser. So brauchte ich nur noch ein Brett und dann: Heidewitzka, Marie. Ingrespapier hatte ich von meinen Kohle- und Kreidearbeiten ohnehin zu Hause, eine feine Tinte wurde gekauft und da war er auch schon fertig, der Holzschnitttotte.

So hat er mal ausgesehen, der Doc, Haare bis sonstwohin und ne lustige runde Brille auf.