Händel-Light-Dinner

Jüngst kam ich spazierenderweis an einer Mühle – oder wie ich sie als Kleinkind genannt haben soll: Mumemame – vorbei und sofort schossen Erinnerungen in meine Hirnschale, wie ich als Vortänzer am Moulin Rouge mein Bein geschwungen habe, um den Demoiselles die tieferen Werte des Cancan näherzubringen. Ich trug damals so enge Hosen, dass ich eines Tages sogar ein Angebot vom berühmten Salambo bekam, aber in meinem unermesslichen Hochmut lehnte ich ab, in einer drittklassigen Spelunke zu wirken. (Mit diesen Worten.) Hernach lauerte mir ein finsterer Geselle des Nachts auf und brach mir das Bein. Also ein Hühnerbein. Ich aß nämlich gerade einen Schenkel und er wollte mir eine Warnung zukommen lassen, wenngleich der Herr – offenbar mit einem leichten Sprachfehler geschlagen – näselte: Dies sei eine „Wrngng“.

Wie dem auch sei. Ich lupfte mein Halstuch und hongte es im Moulin Rouge an den sprichwörtlichen Haken, an dem es noch heute bewundert werden kann, weil ich es in den späten 80ern mit Haken und allem Pipapo in einem Aquarium in Harz eingießen ließ. Falls Ihr mal da seid, fragt einfach nach dem Halstuchaquarium. Es steht inzwischen hinter dem Tresen der Garderobe.

Im Moment kurz vor meinem gefürchteten Funés-Schritt. Damit konnte ich einem Mann auf 10 Schritt die Augen aus den Höhlen treten. Die Dame in Rot trägt heute übrigens eher Lila und betreibt einen erfolgreichen Blog.