Der Künstler und das Übernatürliche

Die letzte Nacht gehörte den Geistern und Gespenstern und natürlich hat sich auch unser Künstler bereits früh mit dem Supernaturalen beschäftigt. Das heute vorzustellende Bildnis zeigt den Vater – deutlich an der Brille zu erkennen -, wie der sich gerade vor einem Gespenst fürchtet.

Bei dem Gespenst handelt es sich offenbar um ein sogenanntes Betttuchgespenst, es ist also weder eine weiße Dame noch ein kopfloser Ritter. Völlig unklar ist der tiefere Sinn des Kunstwerkes: Möchte der frühreife Künstler etwa darauf hinweisen, dass sogar der Vater sich vor einem Geist zu fürchten hat? Zumindest gilt als gesichert tradiert, dass er seinen Vater keineswegs als einen Feigling ansah.

Wie dem auch sei, wir kennen die echte hinter dem Bild steckende Intention nicht und werden sie wohl nie erfahren.