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Dem Tüchtigen freie Bahn schreiben sie als große Neuigkeit in die Zeitungen. Wo sind die Tüchtigen? Ich sehe bloß Esel und Leute mit scharfen Ellbogen. Diese Tüchtigen waren immer vorne daran.

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Fatum

Wir waren gesellig. Wir wohnten zusammen mit unseren Müttern in unseren dunklen, warmen Behausungen.
Eines Tages jedoch kam Gottes Hand. Mit einer gewaltigen Maschine wurden wir aus unseren Behausungen gerissen. Wir wurden gesammelt, in Gruppen gefesselt und zu einem Schuppen gebracht.
Dort lagen wir wie in Ketten. Groß und klein zusammen. Ohne Nahrung. Ohne Wasser. Alle im Dreck. Geraume Zeit lagen wir so. Ab und zu öffnete sich die Tür, ein Bündel von uns wurde herausgetragen.
Schlimme Gerüchte, wie stets in solchen Situationen, machten die Runde. Wir würden verkauft. Sagten sie. Wir würden gefoltert. Sagten sie. Bei lebendigem Leibe gesotten. Oder gehäutet. Manchem würden gar die Augen ausgestochen. Andere in Streifen geschnitten und in siedendes Öl geworfen.
Ich wollte all das nicht glauben. Bis Gottes Hand auch mein Bündel ergriff. Wir waren ausgemergelt. Faltig. Einige von uns hatten bereits üble Verwachsungen. Jemand ergriff uns, wir mussten in ein großes Gefährt. Von dort gelangten wir in ein anderes finsteres Lager. Und hier erst begann das Martyrium.
Nach und nach wurde unsere Gruppe immer kleiner.
Die entfernten Schreie waren am schlimmsten.
Es stimmte alles.
Gesotten. Gehäutet. Zerstückelt und frittiert.