Lösende Winterimpressionen

Beim Spaziergang Pilz zertreten
Duftblume auf Misthaufen entdeckt
Die Kälte stach in Mund und Augen
Weißschnee so glittig im Knirsch
Riffelspuren, Strichpunkt und Komma
Ein Rotkehlchen schimpfte frech und
Speichelte auf Insektenkotze
Vorm Firmament fing Würfel Feuer
Die Lettern glühten heiß
Zu Hause floss Øl den Abfluss hinab
Ein Dolmen fiel von meiner Brust

Kurzer Programmhinweis: Aus besonderem Anlass und aufgrund guter Verbindungen zum Weihnachtsmann findet hier morgen eine Sonderbescherung um 11:11 statt! Bitte 20 Minuten Zeit mitbringen. Danke!

Auf dem Liegestuhl im Strebergarten

Als Grabefuchs lernt man bekanntlich, sich unerwarteten Situationen anzupassen und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln das Bestmögliche zu erreichen, selbst wenn das Ergebnis nur kärglich aussieht. Deshalb habe ich heute bereits die Feiertage eingeläutet, bereits bis nächste Woche eingekauft, mir lecker Sushi gemacht und zu einem Fässchen Gunpowder den passenden Film zum Wetter angeguckt: Leichen pflastern seinen Weg. (Nebenbei, ich liebe das Titellied.)

Da ich schneller Sushi essen kann als Kinski schießen, gab’s als Nachtisch ein paar Dominosteine, die mich an etwas ganz Besonderes erinnert haben: Vor fünf Jahren nämlich bin ich promoviert worden. Zu der Feier im Institut hab ich damals etwa 2,7 Tonnen Dominosteine anfahren lassen, weil mein Doktorvater ein kleiner Leckerschmecker ist, der sich vor seiner Emeritierung jeden Winter die Büroschränke mehr oder weniger heimlich mit Dominosteinen aufgefüllt hat. (In dominosteinlosen Jahreszeiten tat er sich dann grinsend am Milchreis in der Mensa gütlich.)

So, und morgen gibt’s dann den nächsten Film zum Wetter: Tanz der Vampire. Gut, dass ich Tomatensaft im Haus habe.